Rekord-Pole beim Saisonauftakt.

29. Februar 2020

Die FIM Superbike World Championship 2020 (WorldSBK) begann mit einem Paukenschlag durch das BMW Motorrad WorldSBK Team. Beim Saisonauftakt in Phillip Island fuhr Tom Sykes mit seiner BMW S 1000 RR in der Superpole-Qualifikation am Samstag zu einer Rekord-Poleposition. Sykes führte dann das erste Rennen bis zur Halbzeit an, ehe er Positionen einbüßte und Neunter wurde. Sein neuer Teamkollege Eugene Laverty belegte Platz 13 in der Superpole und Rang elf im Rennen.

Einen neuen Rundenrekord aufzustellen und gleichzeitig meine 50. Poleposition zu holen, war schon etwas Besonderes.

Tom Sykes

Poleposition für Tom Sykes in Phillip Island.

Für das BMW Motorrad WorldSBK Team war es ein Traumstart in die Saison. In der Superpole ging Sykes als erster Fahrer mit dem Qualifying-Reifen auf die Strecke und fuhr in einer Zeit von 1:29.230 Minuten spektakulär zu einem neuen Rundenrekord. In den verbleibenden Minuten gelang es niemanden mehr, diese Zeit zu unterbieten. So feierte Sykes, der Pole-Rekordhalter der WorldSBK, seine 50. Poleposition in dieser Serie. Laverty qualifizierte sich für Startplatz 13.

Das erste Rennen der neuen Saison begann für Sykes auf seiner RR ebenfalls perfekt. Nach ein paar Positionswechseln in den ersten Kurven setzte sich der Engländer wieder an die Spitze des Feldes und behauptete die Führung bis in die 12. der insgesamt 22 Runden. In der zweiten Rennhälfte kämpfte Sykes leider mit stumpfen Waffen und musste sich im Ziel mit Rang neun begnügen. Laverty büßte am Start ein paar Positionen ein, arbeitete sich dann aber mit beeindruckendem Kampfgeist wieder nach vorn in Richtung der Top-10. Er sah die Zielflagge als Elfter.

Stimmen nach Rennen eins in Phillip Island

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor:

„Wir hatten heute eine sehr schöne Ausgangsposition, um in die Saison zu starten. Bei dieser Aussicht hier in Phillip Island in der ersten Reihe zu stehen, ist einfach fantastisch. Die Poleposition von Tom Sykes ist eine tolle Leistung, welche wir uns verdient haben. Wir haben die ganze Woche, auch beim Test, gezeigt, dass wir vorne mit dabei sein können. Im Rennen in den ersten elf Runden in Führung zu liegen, war natürlich auch super. Das Fahrverhalten des Bikes sieht sehr gut aus. Dann bekam Tom leider ein Problem mit dem Reifen und fiel in der Folge mit der Leistung stark ab. Entsprechend müssen wir jetzt unsere Reifenwahl neu betrachten. Viele Mitbewerber waren auf einer anderen Reifenmischung unterwegs. Eugene Lavertys Leistung im Qualifying war leider nicht so stark, daraus resultierte eine relativ schlechte Startposition. Hingegen hatte er im Rennen selbst eine gute Pace und war zeitweise so schnell wie die Fahrer an der Spitze. Er kämpfte lange mit Davies und Rinaldi, wurde dann immer wieder auf der Geraden überholt, da uns hier nach wie vor Motorleistung fehlt. Aber Eugene war grundsätzlich mit dem Chassis zufrieden und ich denke, da liegt einiges an Potential. Wir greifen morgen wieder an.“

 

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team:

„Zunächst einmal waren wir glücklich über Toms Poleposition in der Superpole. Damit hatte er eine wirklich gute Chance auf ein starkes Ergebnis in Rennen eins. Eugene konnte seinen Qualifying-Reifen nicht optimal nutzen, aber es gehört zum Lernprozess und er wird sich stärker zurückmelden. Das Rennen selbst war am Ende natürlich etwas enttäuschend nach dem fantastischen Start von Tom, der mit viel Selbstvertrauen fuhr und über weite Teile in Führung lag. Wir haben eine Reifenwahl getroffen, von der sich im Nachhinein zeigte, dass dies nicht die Wahl der Mehrheit war. Wir hatten uns für den ‚B’-Compound-Hinterreifen entschieden, der in der im späteren Rennverlauf an Grip verlor, und das hat einige Positionen gekostet. Eugene war in einer anderen Situation. Er hatte ein paar Probleme mit der Motorbremse und musste teilweise tief in die Kurven gehen. Aber er hat gut ins Rennen gefunden und war in einer Phase sogar der schnellste Fahrer auf der Strecke. Aber nachdem er von Platz 13 gestartet war, fand er sich am Ende des Rennens in einem Kampf mit Davies, Rinaldi und Tom wieder. Wir werden die Daten analysieren, weiter hart arbeiten und uns hoffentlich stärker zurückmelden.“

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Tom Sykes

„Der Tag hat super begonnen, und wenn ich das Gesamtbild anschaue, muss ich sagen, dass ich mit einigen Dingen sehr zufrieden bin. Im Qualifying konnte ich sehr kontrolliert zu Werke gehen, und ich habe mich wirklich wohl gefühlt. Die BMW S 1000 RR hat mit dem Qualifying-Reifen von Pirelli super funktioniert. Ich konnte genau das tun, was ich wollte. Einen neuen Rundenrekord aufzustellen und gleichzeitig meine 50. Poleposition zu holen, war schon etwas Besonderes. Im Rennen hatten wir einen guten Start. Es war unglücklich, dass Jonathan Rea und ich gleich am Anfang einen Kontakt hatten, aber ich habe wieder in einen guten Rhythmus gefunden und diesen bis zur Hälfte des Rennens beibehalten. Zur Halbzeit hat dann leider mein Hinterreifen massiv abgebaut. Damit hatten wir nicht gerechnet, und es hat unsere Rennperformance definitiv beeinträchtigt. Daran werden wir über Nacht arbeiten und sicherstellen, dass wir in den beiden morgigen Rennen vorne dabei sind.“

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Eugene Laverty

„Wir hatten einen schwierigen Start in das Rennen. Von Startplatz 13 aus hatten wir in der Anfangsphase des Rennens natürlich viel Arbeit. Aber es lief besser, als ich erwartet hatte. Denn ich hatte die Sorge, dass wir nicht die Pace haben könnten, um mit der Gruppe mitzuhalten. Allerdings war auch klar, dass ein paar Fahrer um uns herum keine gute Rennpace haben würden während wir an den vergangenen vier Tagen genau daran gearbeitet haben. Das hat uns in Sachen Pace in der Schlussphase des Rennens geholfen. Morgen starten wir wieder von Platz 13. Das macht die Sache für mich nicht einfach, aber ich werde angreifen und versuchen, schon früh Positionen gutzumachen.“

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