1x1 trans 63b98a0c8568c08fd01a6946a147bca65eff26c8085f1ccb5330aafe0f0dcd15 Id module large c4bdca0c18d5032a0b8eb35a18ce1e9e98c500ccd0742d2b3eedff244605ac6d
1x1 cccccc 8d2493664331c713b7a80a676e990318570dda4eb08afc10d9e7d2580d5be66e

BMW Motorrad Motorsport
News

Nürburgring, Deutschland, 17.06.2015, Superbike IDM / Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM)

Nächster Doppelsieg für Reiterberger

Reiterberger dominiert die SUPERBIKE*IDM auch in der Eifel

Am vierten Rennwochenende der International German Championship SUPERBIKE*IDM (IDM) am Nürburgring war Van Zon-Remeha-BMW Pilot Markus Reiterberger erneut nicht zu schlagen: Er feierte mit seiner BMW S 1000 RR seine Saisonsiege Nummer sechs und sieben. Nun bereitet er sich auf seinen Wildcard-Einsatz in der Superbike-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende in Misano vor. In der Superstock-Klasse fuhren Reiterbergers Teamkollege Pepijn Bijsterbosch und BMW Stilgenbauer Pilot Dominik Vincon auf das Podium. Viele Gaststarter aus den Niederlanden sorgten in der Eifel für ein volles Feld: Insgesamt gingen in den Klassen Superbike (IDM SBK) und Superstock (IDM STK) 39 Piloten an den Start.

Eine Klasse für sich

Markus Reiterberger begann das Wochenende auf dem Nürburgring in gewohnter Manier: Am Freitag fuhr er bei sommerlicher Hitze in allen drei Trainingssessions die Bestzeit und absolvierte dabei bereits eine erfolgreiche Rennsimulation. Im ersten Qualifying am Samstagmorgen herrschten jedoch andere Bedingungen, denn nach teils starkem Regen war die Strecke noch nass. Der BMW Pilot entschied sich für weiche Regenreifen und konzentrierte sich einzig darauf, sich für die entscheidende Superpole am Nachmittag zu qualifizieren. Danach war es wieder trocken – und Reiterberger gab wieder das Tempo vor.

In der Superpole sicherte er sich zum zweiten Mal in dieser Saison die Poleposition – und war dabei eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz. „Das war super, denn vor der Session hatten wir jede Menge Arbeit“, berichtet Reiterberger. „Im zweiten Qualifying hatte sich das Motorrad nicht mehr so angefühlt wie zuvor. Wir haben ein technisches Problem vermutet und das Bike umgebaut – und sind zwei Minuten vor Beginn der Superpole fertig geworden. Dann hat sich auch noch der Stecker für die Elektronik gelöst. Deshalb bin ich ohne Traktionskontrolle gefahren und die Motorbremse war fast zu, doch es hat trotzdem gereicht, um die Pole zu holen.“

Im ersten Rennen am Sonntag holte Reiterberger dann seinen sechsten Saisonsieg. Vom Start weg führte er das Feld an und im Ziel hatte er einen Vorsprung von fünf Sekunden. Danach drehte er noch eine „Ehrenrunde“. Denn er war sich nicht sicher, ob der Streckenposten das Rennen tatsächlich abgewinkt oder die Zielflagge nur gehalten hatte. So fuhr er sicherheitshalber noch eine schnelle Runde um den Kurs.

Im zweiten Rennen setzte sich Reiterberger auf dem Weg zu Saisonsieg Nummer sieben in einem Duell gegen den Spanier Xavi Forés durch. Beim Start fiel der Van Zon-Remeha-BMW Pilot kurzzeitig zurück, doch schon bald lag er wieder auf Rang zwei hinter Forés. Er beobachtete den Spanier eine Zeit lang und ging in Runde sieben an ihm vorbei in Führung. „Danach wollte ich mich absetzen, aber er war stark und ließ sich nicht abschütteln“, so Reiterberger. „Ich bin dann ganz auf Sicherheit gefahren und habe nur 95 Prozent gegeben, denn mit Blick auf die Meisterschaft wollte ich keinen dummen Fehler machen. Ich wollte Xavi auch ein paar Mal vorbeilassen, um ihn zu studieren und ihn dann am Schluss wieder zu überholen. Doch ich denke, dass er den Braten gerochen hat, denn er blieb hinter mir. Also habe ich mir eine andere Taktik überlegt, bin noch einmal ans Limit gegangen und habe mir mit einem Schlussspurt einen kleinen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren.“

Meisterschaftsführung weiter ausgebaut

In den acht bisherigen Rennen der Saison 2015 hat Reiterberger sieben Siege sowie einen zweiten Platz geholt. Als Meisterschaftsführender hat er nun 195 Punkte auf seinem Konto und seinen Vorsprung auf 55 Zähler ausgebaut. Im Zuge der „Balance of Performance“ muss der BMW Pilot nun weiteres Erfolgsgewicht zuladen: Bei den nächsten Rennen muss er mit insgesamt sechs Kilogramm mehr antreten, seine BMW S 1000 RR muss dann ein Leergewicht von 174 Kilogramm auf die Waage bringen.

Nun gilt Reiterbergers Konzentration aber erst einmal einer anderen Aufgabe: Er und sein Van Zon-Remeha-BMW Team sind bereits nach Misano in Italien gereist, wo er am kommenden Wochenende seinen ersten von drei in dieser Saison geplanten Wildcard-Einsätzen in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) bestreiten wird. „Wir haben zwar noch nicht viel Erfahrung mit dem WM-Motorrad, aber der Funktionstest ist super gelaufen und ich fühle mich auch auf dieser RR richtig wohl. Nun müssen wir schauen, was für uns möglich ist. Aber das Minimalziel lautet, in die Top-10 zu fahren“, blickt Reiterberger voraus.

Comeback von Mackels

Reiterbergers Teamkollege Bastien Mackels gab am Nürburgring nach einer langen Verletzungspause sein Comeback in der Superbike-Klasse der IDM. Der Belgier hatte sich beim Testen vor der Saison den Ellbogen und das Handgelenk gebrochen und musste zwei Mal operiert werden. Nun stieg er wieder auf seine Van Zon-Remeha-BMW S 1000 RR und obwohl er noch nicht zu 100 Prozent fit ist, gehörte er auf Anhieb zu den schnellsten Piloten im Feld. Leider war das erste Rennen für ihn schon kurz nach dem Start beendet, als er von einem anderen Piloten am Hinterrad getroffen wurde und stürzte. Doch mit Platz vier im zweiten Rennen zeigte Mackels, dass er ein Kandidat für Topplatzierungen ist.

Matej Smrz (Wilbers-BMW-Racing-Team) schied im ersten Rennen ebenfalls vorzeitig aus. Im zweiten Rennen kam der Tscheche auf dem sechsten Rang der Klasse IDM SBK ins Ziel (siebter Gesamtrang).

Bijsterbosch und Vincon auf dem Superstock-Podium

In der Superstock-Klasse IDM STK stand in beiden Rennen je ein BMW Motorrad Privatfahrer auf dem Podium. Im ersten Lauf belegte Pepijn Bijsterbosch (Van Zon-Remeha-BMW) mit seiner RR den dritten Platz in der Klasse (siebter Rang gesamt). Im zweiten Lauf fuhr Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) als Zweiter auf das Podium (achter Rang gesamt).

Großes Pech hatte Wilbers-BMW-Pilotin Lucy Glöckner. Sie stürzte im ersten Qualifying am Samstagmorgen und fiel dabei unglücklich auf ihre linke Schulter. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass sie sich die Bänder im Schultereckgelenk verletzt hat. Das Rennwochenende war damit vorzeitig für sie beendet und sie muss nun vorläufig pausieren. Ende dieser Woche unterzieht sie sich einer weiteren MRT-Untersuchung und sie hofft, bald wieder auf ihre RR steigen zu können. Die gesamte BMW Motorrad Motorsport Community wünscht ihr eine schnelle Genesung!

Links: