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BMW Motorrad Motorsport
News

Isle of Man, 17.06.2015, BMW Combined Road Race Challenge (BMW RRC)

Isle of Man TT: Podiumsplätze für die RR

Vollgas auf der Insel der Legenden

Für eine Woche blickten die Motorradfans aus aller Welt wieder auf eine Insel zwischen Großbritannien und Irland: Die Isle of Man lud zur legendären Tourist Trophy. Die Isle of Man TT (IOMTT) wird seit 1907 ausgetragen und ist die bedeutendste Veranstaltung im internationalen Straßen-Rennsport. In diesem Jahr wurden die BMW Farben auf dem Podium durch die Privatfahrer Michael Dunlop und Lee Johnston vertreten. Zudem stellte Guy Martin einen neuen Sektorenrekord auf. Insgesamt bestritten die BMW Motorrad Piloten drei Rennen: die Superbike TT, die Superstock TT und die Senior TT, mit der die Rennwoche traditionell abgeschlossen wird. Wir lassen die Ereignisse der diesjährigen Isle of Man TT noch einmal Revue passieren.

Große Namen auf der RR

Das starke Aufgebot an BMW Motorrad Privatfahrern bei der Isle of Man TT 2015 wurde von einigen der bekanntesten und erfolgreichsten Piloten im internationalen Road Racing angeführt. Das Team von Tyco BMW schickte William Dunlop, den Neffen von IOMTT-Rekordsieger Joey Dunlop, und Guy Martin an den Start. Williams Bruder Michael Dunlop, der im vergangenen Jahr für BMW das historische Triple geholt hatte, entschied sich kurz vor Veranstaltungsbeginn, wieder mit der RR anzutreten – denn mit diesem Bike rechnete er sich die größten Chancen aus. In der Superbike TT und der Senior TT startete er für das Team von Buildbase BMW, das ihm das Ersatzbike von Ryuichi Kiyonari aus der Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) zur Verfügung stellte. In der Superstock TT fuhr der elfmalige TT-Sieger Dunlop mit der BMW S 1000 RR, mit der er 2014 gewonnen hatte.

Zu den weiteren BMW Piloten im Feld gehörten unter anderem Lee Johnston (ECR / Burdens), der in der Vorbereitung auf die IOMTT beim International North West 200 gewonnen hatte, der viermalige TT-Sieger Michael Rutter (Penz13.com Bathams), Peter Hickman (Briggs Equipment UK BMW), David Johnson (Smiths Racing) und Martin Jessopp (Riders Motorcycles BMW). Sie alle wurden vor Ort von den Experten von BMW Motorrad Motorsport betreut. Mit ihren Ergebnissen sammelten sie auch Punkte für die BMW Motorrad Race Trophy: Die IOMTT ist Teil der neuen BMW Combined Road Race Challenge (BMW RRC), in der die vier wichtigsten Straßensportveranstaltungen des Jahres zusammengefasst werden.

Turbulentes Superbike-Rennen

Bevor sie auf dem 60 Kilometer langen „Mountain Circuit” endlich richtig angreifen konnten, mussten sich die Piloten in Geduld üben. Da es stark regnete und der Rettungshubschrauber wegen kräftiger Windböen nicht starten konnte, gab es zu Beginn der IOMTT immer wieder Verschiebungen im Zeitplan. Das erste Rennen für die BMW Motorrad Privatfahrer, die Superbike TT, begann mit einem Tag Verspätung.

Michael Dunlop spielte seine ganze TT-Erfahrung aus. Ihm standen zwar nur zwei Trainingsrunden zur Verfügung, um sich mit der Buildbase BMW S 1000 RR vertraut zu machen, doch im Rennen preschte er immer weiter nach vorn. Obwohl er beim Boxenstopp Zeit verloren hatte, lag er in der zweiten Rennhälfte bereits auf dem dritten Platz und nahm Position zwei ins Visier. In der letzten Runde war Dunlop auf dem besten Weg, einen neuen Rundenrekord aufzustellen. Doch wenige Kilometer vor dem Ziel war seine Jagd nach vorn vorzeitig beendet, als er mit einem Nachzügler kollidierte und stürzte.

„Ich bin soweit in Ordnung. Ich bin nur etwas steif und mir tut alles weh, aber sonst ist alles okay“, berichtete Dunlop danach. „Wir waren am Ende nah an der Spitze dran. Wir haben an der Box etwas Zeit verloren, sonst hätten wir das Rennen gewinnen können. Das Bike ist sehr gut.“

Bestplatzierter BMW Pilot in der Superbike TT war sein Bruder William Dunlop, der mit der Tyco BMW S 1000 RR den fünften Rang belegte. Michael Rutter wurde Sechster und holte damit das bisher beste IOMTT-Ergebnis für Penz13.com. Peter Hickman, Lee Johnston und David Johnson belegten die Plätze acht bis zehn. Guy Martin, einer der Favoriten auf den Sieg, musste einen frühen Rückschlag hinnehmen: Nach wenigen Kilometern musste er wegen eines Problems mit der Elektrik aufgeben.

Für William Dunlop war die IOMTT einen Tag später beendet: Er stürzte im Training für die Superstock TT und zog sich einen Rippenbruch sowie schwere Prellungen zu. Michael Dunlop, der kurz hinter William gefahren war, hielt an der Unfallstelle sofort an und half mit, seinen verletzten Bruder zu versorgen.

Zweimal Podium in der Superstock TT

Auch das Superstock-Rennen konnte wegen der Wetterkapriolen erst einen Tag später als geplant gestartet werden. Michael Dunlop trat diesmal mit seinem eigenen Team MD Racing und der 2014er-Superstock-Version der RR an, mit der er das Rennen im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Schon im Training war er mit Abstand der Schnellste und auch im Rennen gab er das Tempo vor. In der ersten Runde stellte er beinahe einen neuen Rundenrekord auf. Dunlop führte das Feld an und Guy Martin lag als Dritter mit wenigen Sekunden Rückstand ebenfalls noch in Schlagdistanz.

In der zweiten Rennhälfte musste Dunlop jedoch mit den Nachwirkungen seines Sturzes im Superbike-Rennen kämpfen. Die Prellungen schmerzten noch immer und er konnte seinen schnellen Rhythmus nicht mehr beibehalten. Er biss die Zähne zusammen und sicherte sich noch den zweiten Platz auf dem Podium. Unterdessen arbeitete sich Lee Johnston immer weiter nach vorn und kam schließlich als Dritter ins Ziel – damit feierte er seinen ersten Podestplatz bei der IOMTT.

Peter Hickmann wurde Fünfter, direkt gefolgt von David Johnson auf Rang sechs. Guy Martin musste seine Hoffnungen auf den Sieg aufgeben, als er beim Boxenstopp 35 Sekunden verlor. Die Batterie seines Motorrads überhitzte, und nach dem Stopp ließ sich das Bike zunächst nicht mehr starten. So verlor er mehrere Positionen und kam schließlich als Siebter ins Ziel. „Ich hatte einen guten Start und das Bike schien fast zu fliegen. Es war sensationell. Nach einem stehenden Start eine Runde von 130 mph zu fahren, ist schon mit einem Superbike stark, und erst recht mit einer Superstock-Maschine. Die zweite Runde war nicht viel langsamer. Heute war alles drin, aber was willst du machen. Das ist einfach pures Pech“, kommentierte Martin im Ziel. Michael Rutter belegte den elften Rang. Er nutzte das Superstock-Rennen vor allem als Trainingslauf für die Senior TT.

Senior TT: Dunlop und Martin im „132 mph-Club“

Mit der prestigeträchtigen Senior TT wird die Isle of Man TT traditionell abgeschlossen - und wie in jedem Jahr wurde gespannt darüber spekuliert, wer sich die begehrte Siegestrophäe in diesem Jahr sichern würde. Zu Beginn des Rennens setzte sich eine Spitzengruppe aus fünf Fahrern vom Rest des Feldes ab, darunter Michael Dunlop und Guy Martin. Nach zwei Runden musste das Rennen jedoch in Folge eines Unfalls abgebrochen werden.

Nach einer Pause wurde die Senior TT – verkürzt auf die Distanz von vier Runden – neu gestartet. Dunlop lag zunächst auf Rang sechs, während Martin sich nach einem schlechten Start nur auf Rang 13 wiederfand. Doch der Liebling der Fans startete mit seiner Tyco BMW eine beeindruckende Aufholjagd. In der zweiten Runde fuhr Martin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 132,398 mph. Zu diesem Zeitpunkt war dies die zweitschnellste Runde, die je auf der Isle of Man gefahren wurde. Nur der spätere Sieger John McGuinness war mit seinem neuen Rundenrekord von 132,701 mph schneller. Zudem stellte Martin für den letzten Streckenabschnitt von „Ramsey“ bis zur Start-Ziel-Linie einen neuen Rekord auf. Damit verbesserte sich Martin bis auf den vierten Platz. Auf dieser Position kam er schließlich auch ins Ziel.

Unterdessen war Dunlop auf den achten Rang zurückgefallen. Doch in der letzten Runde drehte er noch einmal richtig auf und fuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 132,515 mph. Damit verbesserte er sich noch auf den fünften Rang. Martin und Dunlop gehören zu nur fünf Piloten im erlesenen Kreis des „132 mph Club“ – also jener Fahrer, die auf einer Runde schneller als die magische Marke von 132 Meilen pro Stunde waren. Peter Hickman wurde Siebter, David Johnson und Michael Rutter komplettierten die Top-10 als Neunter und Zehnter.

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