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BMW Motorrad Motorsport
News

Portimão, Portugal, 10.06.2015, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Tamburini siegt in Portimão

Renneinsatz für die BMW S 1000 RR an der Algarve im Süden Portugals

Die FIM Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) und der FIM Superstock 1000 Cup (STK1000) machten am vergangenen Wochenende in Portimão im Süden Portugals Station. In der Königsklasse Superbike erlebten die Fans zwei turbulente Läufe, in denen Ayrton Badovini vom BMW Motorrad Italia SBK Team die Plätze sieben und zwölf belegte. In der Superstock-Kategorie triumphierte BMW Motorrad Privatfahrer Roberto Tamburini: Er sicherte sich mit seiner RR die Poleposition und feierte in einem spannenden Rennen seinen zweiten Saisonsieg.

Badovini bestätigt seine gute Form

Die Superbike-Weltmeisterschaft trug im „Autódromo Internacional do Algarve“ im malerischen Hinterland von Portimão ihr neuntes Saisonwochenende aus. Bereits am Freitag bestätigte Ayrton Badovini vom BMW Motorrad Italia SBK Team den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Das Team und die Spezialisten von BMW Motorrad Motorsport nutzten den Tag, um die BMW S 1000 RR auf die Anforderungen der portugiesischen Strecke abzustimmen. Dabei fuhr Badovini in beiden Sessions konstant schnelle Zeiten. Im ersten freien Training belegte er bei heißen und sonnigen Bedingungen Rang sechs. Im zweiten Training steigerte sich der Italiener noch weiter. Zwar stürzte er zu Beginn und beschädigte seine Maschine, doch sein Team reparierte die RR in Rekordzeit. Zurück auf der Strecke unterbot Badovini seine Bestzeit aus dem ersten Training um acht Zehntelsekunden und beendete die Session als Fünfter.

Im dritten freien Training am Samstagvormittag war Badovini noch einmal um eine halbe Sekunde schneller und sicherte sich problemlos den direkten Einzug in die entscheidende Superpole 2. In dieser Session, in der die Startplätze in den ersten Reihen vergeben werden, traten jedoch erneut Schwierigkeiten mit dem speziellen Qualifyingreifen auf. Damit hatte Badovini bereits vor zwei Wochen in Donington zu kämpfen. Damals hatte er einen schlechten Reifen erwischt, der von sich aus keinen Grip hatte. Dieses Mal bot der Qualifier mehr Haftung, doch Badovini konnte diese nicht für eine schnelle Rundenzeit nutzen. Bei den hohen Streckentemperaturen hatte er keinen Grip und Schwierigkeiten beim Herausbeschleunigen aus den Kurven. Der Italiener qualifizierte sich für Startplatz zehn in der vierten Reihe.

Starkes Ergebnis bei unberechenbarem Wetter

Zurück auf Rennreifen war Badovini gleich wieder schnell. Im ersten Lauf fuhr er ein konstant hohes Renntempo. Bereits in der Anfangsphase machte er Positionen gut und nach wenigen Runden mischte er mit im Kampf um Platz fünf. Mit seiner schnellen Pace war das nächste Top-5-Ergebnis in greifbarer Nähe. Doch dann griff Wettergott Petrus ins Renngeschehen ein. Es begann immer stärker zu regnen, und fünf Runden vor Schluss rückte das gesamte Feld in die Boxengasse ein, um auf Regenreifen zu wechseln. Seit der Saison 2013 werden in der WSBK wieder so genannte „Flag-to-Flag“-Rennen gefahren. Dies bedeutet: Ein Rennen wird bei veränderten Wetterbedingungen nicht mehr abgebrochen, sondern die Piloten müssen während des laufenden Rennens die Box ansteuern, falls sie Reifen wechseln möchten. Das BMW Motorrad Italia SBK Team absolvierte einen sehr guten Boxenstopp und schickte Badovini schnell wieder zurück auf die Strecke.

Der Italiener stand nun jedoch vor einer vollkommen neuen Situation, denn er war mit der 2015er RR noch nie im Nassen gefahren. Bei den bisherigen Tests und Rennwochenenden hatten immer trockene Bedingungen geherrscht. Badovini meisterte souverän die Herausforderung, seine ersten Regenrunden mit der Maschine gleich in einem Rennen zu absolvieren – und das mit einem auf trockene Bedingungen abgestimmten Motorrad. Trotz dieser Widrigkeiten fand er schnell in einen guten Rhythmus und brachte seine RR auf dem siebten Rang ins Ziel. Hätte das Rennen noch ein paar Runden länger gedauert, hätte er seine Pace im Regen weiter steigern und sehr wahrscheinlich noch ein oder zwei Positionen gutmachen können. „Mein Team hat beim Stopp superschnell gearbeitet und am Ende konnten wir einen guten siebten Platz holen – obwohl mir die Strecke eigentlich nicht liegt und ich hier auch noch nie besonders gute Ergebnisse hatte“, bilanzierte Badovini nach Lauf eins zufrieden.

Im zweiten Rennen herrschten erneut vollkommen andere Bedingungen. Nun war es wieder trocken und die Streckentemperatur war von 29° Celsius auf fast 40° Grad Celsius angestiegen. Das Team hatte an der Abstimmung von Badovinis RR nur minimale Änderungen vorgenommen. Doch der Italiener konnte das Potenzial der Maschine nicht mehr so nutzen wie im ersten Rennen und das Tempo der Spitzengruppe dieses Mal nicht mitgehen. Am Ende musste er sich mit Rang zwölf begnügen. „Ich habe einfach nicht in meinen Rhythmus gefunden und konnte nicht so angreifen, wie ich mir das vorgenommen hatte“, berichtete er etwas ratlos. Beim offiziellen Testtag der Superbike-WM am Montag in Portimão betrieben Badovini, das Team und die Ingenieure aus München Ursachenforschung, woher genau das Problem im zweiten Rennen rührte.

Gábor Rizmayer vom BMW Racing Team Tóth beendete die beiden Rennen auf dem 19. und 18. Rang. Sein Teamkollege Imre Tóth musste im ersten Lauf wegen eines technischen Problems zunächst die Box ansteuern. Er nahm das Rennen jedoch wieder auf und kam als 20. ins Ziel. Den zweiten Lauf beendete er auf Rang 19. Für das nächste Rennwochenende, das vom 19. bis 21. Juni im italienischen Misano ausgetragen wird, rüstet das ungarische Team in der Hoffnung auf bessere Rennergebnisse technisch nach und bekommt von BMW Motorrad Motorsport umfassende Unterstützung sowie neue Komponenten im Bereich Fahrwerk.

Tamburini glänzt in der Superstock-Kategorie

Im FIM Superstock 1000 Cup stand in Portimão das fünfte Saisonrennen auf dem Programm – und dabei glänzte BMW Motorrad Privatfahrer Roberto Tamburini. Auch er und sein Team Motoxracing arbeiten an der Rennstrecke eng mit den Spezialisten von BMW Motorrad Motorsport zusammen. Bereits am Samstag setzte sich der Italiener gegen seinen ärgsten Rivalen Lorenzo Savadori durch und sicherte sich mit seiner RR mit einem neuem Rundenrekord für Superstock-Bikes die Poleposition. Das Rennen am Sonntag wurde zu einem echten Krimi, in dem bis zu fünf Piloten an der Spitze um den Sieg kämpften.

Während der ersten Hälfte des Rennens lag Tamburini auf Rang zwei hinter Savadori, der sich nach mehreren Positionswechseln in der ersten Runde die Führung gesichert hatte. BMW Pilot Tamburini machte immer mehr Druck nach vorn, fuhr konstant schnellere Rundenzeiten als der Spitzenreiter und lauerte auf seine Chance. Von hinten rückte jedoch die Verfolgergruppe immer näher und in der zweiten Halbzeit war aus dem Duell an der Spitze ein Fünfkampf geworden.

Die Entscheidung fiel sechs Runden vor Schluss: Tamburini übernahm im Getümmel die Führung und enteilte dem Feld. Der Italiener war vor allem beim Anbremsen der Kurven extrem stark und nutzte auf den Geraden den leistungsstarken Motor seiner RR voll aus. So baute er seinen Vorsprung in den verbleibenden Runden immer weiter aus und kam schließlich über vier Sekunden vor seinen Verfolgern ins Ziel. Im Kampf um den Titel hat Tamburini mit seinem zweiten Sieg und insgesamt vierten Podiumsplatz der Saison weiter Boden gutgemacht. Bei noch drei ausstehenden Rennen hat er als Gesamtzweiter seinen Rückstand auf Spitzenreiter Savadori auf 25 Punkte verringert.

Matthieu Lussiana, der bisher im FIM Superstock 1000 Cup mit einem Motorrad eines anderen Herstellers unterwegs war, entschied sich vergangene Woche, nun wie in der Moto 1000 GP in Brasilien auch in dieser Serie mit einer BMW S 1000 RR anzutreten. Bei der Vorbereitung der Maschine bekamen er und sein Team ASPI Unterstützung von den Experten von BMW Motorrad Motorsport. Lussiana beendete das Rennen in Portimão auf Rang 19. Federico D’Annunzio kam mit der RR des FDA Racing Teams als 20. ins Ziel. Der vierte BMW Motorrad Privatier im Feld, Eric Vionnet (Motos Vionnet), belegte Rang 28.

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