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BMW Motorrad Motorsport
News

Laguna Seca, USA, 13.07.2016, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

WM-Premiere in der Corkscrew

Raffaele De Rosa in Laguna Seca

Laguna Seca gehört zu den spektakulärsten Rennstrecken dieser Welt, und die Corkscrew-Kurve ist rund um den Globus berühmt. Am Wochenende war der Kurs im bergigen Hinterland von Monterey in Kalifornien Schauplatz einer Premiere: Raffaele De Rosa trat dort erstmals mit der Superbike-Version der BMW S 1000 RR in der MOTUL FIM Superbike-Weltmeisterschaft (WorldSBK) an. Normalerweise startet er mit der nach Superstock-Reglement aufgebauten RR im FIM Superstock 1000 Cup (STK1000).

Der Italiener vertrat seinen Althea BMW Racing Teamkollegen Markus Reiterberger, der sich in Misano zwei Brustwirbel gebrochen hatte. Vor vier Jahren hatte De Rosa in Phillip Island schon einmal ein WorldSBK-Rennen bestritten, doch Laguna Seca war eine Premiere im doppelten Sinn. Denn es war nicht nur sein erster Einsatz auf der WM-Version der RR, sondern auch sein erster Auftritt in Laguna Seca. Er kannte die anspruchsvolle Strecke zuvor nur von Videoaufzeichnungen.

„Das hat etwas Magisches“

„Die Rennen, die ich auf dieser Strecke gesehen habe, waren immer etwas Besonderes und sehr spektakulär“, sagte De Rosa im Vorfeld. „Es ist ein historischer Kurs, und wenn man auf solchen Kursen fährt – wie in Assen oder Mugello – hat das immer etwas Magisches. Und ich rechne damit, dass es in Laguna nicht anders sein wird.“

Am Wochenende machte sich De Rosa Schritt für Schritt mit dem Bike und dem Kurs vertraut. Zwar stürzte er in Lauf eins am Samstag, doch im zweiten Rennen am Sonntag holte er als Elfter schließlich seine ersten fünf Weltmeisterschaftspunkte.

„Ich bin zufrieden, denn ich konnte das Rennen beenden und Punkte holen“, bilanzierte De Rosa danach. „Ich war happy mit dem ersten Teil und in den ersten zwölf Runden gut unterwegs. Aus den Superstock-Rennen bin ich es nicht gewohnt, so viele Runden zu fahren. In der Schlussphase habe ich auf West und Ramos vor mir etwas an Boden verloren und wurde Elfter. Alles in allem bin ich zufrieden.“

Lob gab es von Genesio Bevilacqua, dem General Manager des Althea BMW Racing Teams: „Dafür, dass es seine ersten Rennen auf einer so schwierigen Strecke waren, hat er einen wirklich guten Job gemacht. Er muss noch mehr Erfahrung sammeln, aber ich denke, dass er ein Fahrer mit großem Potenzial ist.”

Reiterbergers Ziel: Beim Heimspiel wieder im Sattel

Unterdessen arbeitet Markus Reiterberger daran, bei den nächsten Rennen der Superbike-WM wieder selbst im Sattel seiner RR zu sitzen: bei seinem Heimspiel Ende September auf dem Lausitzring. Die jüngsten Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Hoffnung berechtigt ist.

„Es geht schon wieder viel besser. Ich habe ein Korsett und kann alles machen. Ich soll mich viel bewegen, darf aber noch keinen Sport machen“, so „Reiti“. Und wie verbringt er seine Zwangspause? „Ich habe täglich Physio und Magnetfeldtherapie und gehe viel spazieren. Zudem bekomme ich sehr viel Besuch, trinke Kaffee mit meinen Freunden, schaue viele Filme an und verfolge alles im Internet.“

Dass er Laguna Seca verpasst hat, schmerzt den 22-Jährigen Bayern. Nicht nur, weil er selbst gern zum ersten Mal auf dieser legendären Strecke gefahren wäre. Sondern auch, weil die Reise nach Kalifornien eigentlich ein Geschenk für seine Eltern war: „Sie haben in all den Jahren alles für mich getan und so viel Arbeit und Geld in meine Karriere investiert. Dafür wollte ich mich mit dem Kalifornien-Trip bedanken. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Nun heißt es erst einmal, in der kommenden Sommerpause der WorldSBK wieder fit zu werden.

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