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BMW Motorrad Motorsport
News

Lausitzring, Deutschland, 03.06.2015, Superbike IDM / Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM)

Reiterberger setzt seinen Siegeszug fort

Erfolgreiches SUPERBIKE*IDM-Wochenende auf dem Lausitzring

Van Zon-Remeha-BMW Pilot Markus Reiterberger holte mit seiner BMW S 1000 RR auf dem Lausitzring seinen fünften Saisonsieg sowie einen zweiten Platz auf dem Podium. In der Gesamtwertung der SUPERBIKE*IDM (IDM) baute er als Führender seinen Vorsprung weiter aus. In der Superstock-Klasse (IDM STK) feierte Lucy Glöckner mit ihrer Wilbers RR nach einem starken Rennen ebenfalls einen Podestplatz.

Da sich die SUPERBIKE*IDM die Veranstaltung mit der Tourenwagenserie DTM teilte, gab es am Lausitzring einen veränderten Zeitplan: das erste Qualifying stand bereits am Freitag an, Rennen eins wurde am Samstag gefahren, Rennen zwei am Sonntag.

Pole und Podium am Samstag

Nachdem Reiterberger alle vier Rennen der ersten beiden Saisonveranstaltungen gewonnen hatte, musste er im Zuge der „Balance of Performance“ (BoP) vier Kilo Zusatzgewicht zuladen. Das BoP-Reglement sieht Folgendes vor: Nach der zweiten Veranstaltung wird pro Fahrer das Ergebnis der Platzierungen in den ersten vier Rennen addiert und der Mittelwert errechnet. Ist bei einem Fahrer der ermittelte Durchschnittswert 2,0 oder kleiner, wird die erste Stufe der BoP angewendet und der Fahrer muss vier Kilogramm zuladen. Dies bedeutet: Das Motorrad muss statt eines Mindestgewichts von 168 Kilogramm nun 172 Kilogramm auf die Waage bringen. Bei Reiterberger war das mit dem Durchschnittswert von 1,0 klar der Fall. Nach der vierten und der sechsten Veranstaltung wird jeweils erneut ein Durchschnittswert errechnet. Dann greifen gegebenenfalls zunächst Stufe zwei und dann Stufe drei der BoP – mit noch mehr Zusatzgewicht.

„Beim Fahren merkt man das zusätzliche Gewicht weniger, aber auf die Rundenzeit wirkt es sich schon ein bisschen aus. Denn ich habe einfach vier Kilo mehr, die ich beschleunigen und abbremsen muss, als die anderen“, berichtete Reiterberger am Samstag. Zudem wirkt sich das Extragewicht auf die Feinabstimmung des Motorrads ab. „Aber wir sind trotzdem in Schlagdistanz“, betonte Reiterberger. Im ersten freien Training und im zweiten Qualifying fuhr er die Bestzeit, im zweiten Training und in Qualifying eins war er Zweitschnellster. Zudem zeigten seine Rundenzeiten auf gebrauchten Reifen, dass die Rennpace stimmt.

In der entscheidenden Superpole am Samstagvormittag holte Reiterberger dann wieder den Hammer raus und sicherte sich seine erste Poleposition der Saison: Gleich mit seiner ersten schnellen Runde auf Qualifyingreifen fuhr er die Bestzeit, die im weiteren Verlauf der Session von niemandem mehr unterboten werden konnte.

Im ersten Lauf am Samstag fiel er nach dem Start zunächst zurück auf den dritten Rang, doch schon nach wenigen Kurven hatte er die Führung zurückerobert. In der ersten Rennhälfte lieferte er sich ein spannendes Duell mit Lokalmatador Max Neukirchner. Er behielt die Oberhand, bis es Neukirchner eingangs der zehnten Runde gelang, an Reiterbergers RR vorbeizugehen. „Ich bin am Kurveneingang immer ein bisschen weit gekommen und habe dann einen kleinen Fehler gemacht, den er ausgenutzt hat“, erklärte Reiterberger. Zunächst blieb er dem Sachsen noch auf den Fersen, doch in der Schlussphase des Rennens wurde sein Rückstand größer und er kam schließlich als Zweiter hinter Neukirchner ins Ziel.

„Ich bin mit dem zweiten Platz zufrieden. Wir haben heute das Maximum gegeben“, bilanzierte Reiterberger danach. „Das Motorrad war super, aber Max war einfach ein kleines bisschen schneller als wir. Als er in Runde zehn an mir vorbei ist, hatte ich eigentlich vor, in seinem Windschatten mitzufahren und ihn dann am Schluss wieder zu überholen. Dies ist mir nicht gelungen, denn zum Ende hin habe ich Probleme mit dem Hinterreifen bekommen. Das Hinterrad hat beim Beschleunigen am Kurvenausgang durchgedreht. Ich habe zunächst versucht, das, was ich dadurch verloren habe, beim Anbremsen am Kurveneingang wieder reinzuholen. Doch dabei war ich oft in Sturzgefahr und deshalb dachte ich mir, ich begnüge mich lieber mit Rang zwei und nehme die 20 Punkte mit für die Meisterschaft.“

Fünfter Saisonsieg am Sonntag

Für das zweite Rennen am Sonntag feilten Reiterberger, das Van Zon-Remeha-BMW Team und die Ingenieure von BMW Motorrad Motorsport weiter an der Abstimmung. Das Ziel lautete, ein Setting zu finden, welches das Verhalten der RR am Kurveneingang noch weiter optimiert und gleichzeitig die Reifenhaltbarkeit verbessert. Es gelang: Reiterberger setzte sich gleich am Anfang an der Spitze durch und ließ sich die Führung bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Damit feierte er im sechsten Rennen seinen fünften Saisonsieg. In der Fahrerwertung der SUPERBIKE*IDM baute er seine Führung weiter aus: Mit 145 Punkten hat er nun einen Vorsprung von 44 Zählern.

„Diesen Sieg hat das Team geholt. Die Jungs haben bei der Abstimmung einen super Job gemacht. Ich bin eigentlich gefahren wie im ersten Rennen, aber der Reifenverschleiß war geringer und ich konnte konstant schnelle Zeiten fahren. Das hat die entscheidenden Zehntel ausgemacht“, sagte Reiterberger. „Der Belag auf dieser Strecke ist recht uneben, aber wir haben das Fahrwerk sehr gut dafür abgestimmt. Ich habe mich immer wohl gefühlt auf dem Motorrad, auch wenn ich absolut ans Limit gegangen bin.“

Auch BMW Motorrad Motorsport Marketing Direktor Udo Mark war am Lausitzring erneut vor Ort. Ihn schickte das Team nach Reiterbergers Triumph mit auf das Podium, um den Pokal für den siegreichen Hersteller in Empfang zu nehmen. „Markus ist als Fahrer ebenso wie als Mensch einfach sensationell“, sagt Mark über den jungen BMW Motorrad Privatfahrer. „Im zweiten Rennen am Lausitzring haben wir eine ganz große Stärke von ihm gesehen. Wenn der Hintermann im Rennen immer näher kommt, dann wird es langsam brenzlig. Doch es gehört zu Markus‘ großen Stärken, mit diesem Druck umzugehen. Es ist phänomenal, wie er in einer solchen Situation noch einmal ein Zehntelchen schneller fährt und noch mehr aus dem Motorrad herausholt. Dazu kommt, dass sein Team ihm das Motorrad genauso hinstellt, wie er es braucht. Besser kann man es nicht machen.“

Am Montag nach dem Rennwochenende blieben Reiterberger und das Van Zon-Remeha-BMW Team noch am Lausitzring, um in der Vorbereitung auf die Wildcard-Einsätze in der Superbike-Weltmeisterschaft einen Testtag zu absolvieren. Dabei ging Reiterberger mit der WM-Version der RR auf die Strecke, die unter anderem einen anderen Motor und ein anderes Getriebe hat als das IDM-Motorrad.

Zweiter BMW S 1000 RR Pilot in der Superbike-Klasse ist der Tscheche Matej Smrz aus dem Wilbers BMW Racing Team. Er belegte in beiden Läufen den sechsten Platz bei den Superbikes (elfter Rang gesamt im ersten Rennen, siebter Rang gesamt im zweiten Rennen).

Glöckner auf dem Superstock-Podium

Am Sonntag schlug die große Stunde von Superstock-Pilotin Lucy Glöckner: Mit Platz drei im zweiten Rennen holte die 24-Jährige aus dem Wilbers BMW Racing Team, die in der vergangenen Saison bis zum Schluss mit um den Titel gekämpft hatte, ihren ersten Podiumsplatz der Saison. Dabei verlief das Wochenende zunächst nicht so wie von Glöckner erhofft. Mit den Trainings und den Qualifyings war sie nicht zufrieden. So musste sie sich mit Startplatz 19 in der siebten Reihe (Startplatz zehn in der Superstock-Klasse) begnügen. „Im ersten Rennen hatte ich zudem einen wirklich schlechten Start und in der vierten Runde bin ich dann von der Strecke gerutscht“, berichtete sie. Schließlich kam sie als 15. der Superstock-Klasse und 24. des Gesamtklassements ins Ziel.

Doch im zweiten Rennen war Glöckners Welt wieder in Ordnung. Mit einer starken Aufholjagd arbeitete sie sich nach vorn und holte mit ihrer BMW S 1000 RR Platz drei auf dem Podium (neunter Rang gesamt). „Jetzt bin ich superglücklich und rundherum zufrieden“, erzählte die Wilbers Pilotin strahlend. „Wir haben über Nacht noch etwas gefunden, was mir geholfen hat, konstant eine halbe Sekunde schneller zu fahren. Das Motorrad war super, alles lief bestens – einfach perfekt!“

Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) war zweitbester BMW Privatfahrer in der Superstock-Klasse. Er belegte die Plätze acht und vier (16. und Zehnter gesamt). Pepjin Bijsterbosch fuhr mit seiner Van Zon-Remeha-BMW S 1000 RR ebenfalls in beiden Rennen in die Top-10 der Superstock-Wertung. Der Niederländer wurde Neunter (17. gesamt) und Siebter (14. gesamt).

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