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BMW Motorrad Motorsport
News

Pannonia-Ring, Ungarn, 29.06.2016,

Fliegende Finnen mit historischem Sieg

Die erste Frau mit einem Sieg bei einem Rundstrecken-WM-Lauf

Der 25. Juni 2016 war ein Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde: Das finnische Duo Pekka Päivärinta und Kirsi Kainulainen siegte im Sprintrennen der FIM Seitenwagen-Weltmeisterschaft (SWC) auf dem Pannonia-Ring. Damit war Kainulainen die erste Frau überhaupt, die einen Weltmeisterschaftslauf auf der Rundstrecke gewonnen hat.

Bereits im vergangenen Jahr, in Kainulainens Debütsaison in der Seitenwagen-WM, hatte das finnische Paar acht Podiumsplätze eingefahren. Sie schlossen die Saison als Gesamtdritte ab – und hatten schon damit Historisches erreicht. Denn Kainulainen hatte als erste Frau auf der Rundstrecke eine Weltmeisterschaftsmedaille – die Bronzene – gewonnen.

Auch in den drei bisherigen Rennen der Saison 2016 fuhren Päivärinta/Kainulainen immer auf das Podium. Und nun ließen die „Fliegenden Finnen“ am Wochenende den historischen ersten Sieg folgen. Im Goldrennen am Sonntag wurden sie in ihrem 44-Racing-Gespann, das von einem BMW S 1000 RR Motor befeuert wird, Zweite. Auf dem Pannonia-Ring übernahm das Duo auch die Gesamtführung in der Weltmeisterschaft. Nach drei der sechs Rennwochenenden der Saison haben Päivärinta/Kainulainen 101 Punkte auf ihrem Konto und einen Vorsprung von 18 Zählern auf ihre nächsten Verfolger.

„Das emotionalste Wochenende meiner Motorsport-Karriere“

„Ich bin so glücklich. Ich wollte in diesem Jahr mindestens einmal auf der obersten Stufe des Podium stehen, und wir haben es geschafft“, sagte Kainulainen mit Freudentränen in den Augen. „Dieses Wochenende war das emotionalste meiner Motorsport-Karriere. Diese Gefühle kann mir nur der Motorsport geben. Im Moment fühle ich mich einfach unglaublich. Mit meinem ersten Sieg in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft ist ein Traum wahr geworden!“

Die 30-jährige Finnin, die in ihrer Heimat auch als Solo-Racerin aktiv ist, hat sich längst in der Männerwelt Motorsport etabliert. „Als ich vor vielen Jahren im Motocross angefangen habe, ist es oft vorgekommen, dass ein Junge nicht mit mir auf das Podium steigen wollte, weil es ihn zu sehr geärgert hat, dass ein Mädchen besser war. Nach einer Weile sind sie dann aber doch immer zu mir gekommen, und haben mir zu meinem Erfolg gratuliert“, erinnert sie sich.

„Nun haben sich die Dinge geändert. In der Seitenwagen-WM kommen viele meiner männlichen Kollegen zu mir und fragen mich nach Tipps, wie man bestimmte Streckenabschnitte angehen sollte. Es macht Spaß, gegen Männer anzutreten, es ist aber auch hart. Sie kämpfen mit vollem Einsatz und geben kein bisschen nach“, sagte Kainulainen und fügte lachend hinzu: „Es ist also keineswegs so, dass sie einen auf der Strecke wie eine Lady behandeln!“

Mit ihren Erfolgen ist Kainulainen ein Vorbild für andere junge Motorradfahrerinnen. Auch deshalb hat ihr erster WM-Sieg einen besonderen Stellenwert für sie: „Ich hoffe, dass jede, die nur ein bisschen darüber nachdenkt, ob Rennsport etwas für sie wäre, ihren Traum wahr macht und in den Motorsport einsteigt.“

Das nächste Rennen in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft steht am 7. August im niederländischen Assen auf dem Programm.

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