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BMW Motorrad Motorsport
News

Cognelée, Belgien, 25.05.2016, BMW Motorrad Race Trophy

„Ich liebe das Adrenalin“

Vincent Lonbois, der aktuelle Spitzenreiter der BMW Motorrad Race Trophy

Mit einem Traumstart in die Saison 2016 der International Road Racing Championship (IRRC) hat sich Vincent Lonbois auch an die Spitze der BMW Motorrad Race Trophy katapultiert. Vier Rennen wurden bisher absolviert, alle vier hat Lonbois mit seiner BMW S 1000 RR von Herpigny Motors BMW Motorrad Belux gewonnen. Zudem sicherte er sich in allen vier Läufen die schnellste Rennrunde.

2015 bestritt der 25-jährige Belgier seine Debütsaison in der IRRC, die er auf dem zweiten Gesamtrang hinter seinem Teamkollegen Sébastien Le Grelle beendete. Dass er nun, 2016, so durchstartet, hatte er sich erhofft – aber nicht als selbstverständlich erwartet.

„Nach der Saison 2015, die dazu diente, die Strecken der IRRC kennenzulernen, lautete mein klares Ziel für 2016, den Titel zu holen. Ich habe mich intensiv auf diese Saison vorbereitet – doch vier Siege in vier Rennen zu holen, ist schon herausragend“, so Lonbois.

Starkes Bike, starkes Team

Die Zutaten zu diesen Erfolgen sind Talent, ein starkes Bike und ein starkes Team. Die BMW S 1000 RR Piloten machen die vordersten Plätze unter sich aus, und in Herpigny Motors BMW Motorrad Belux hat Lonbois ein Team um sich, das seit Jahren erfolgreich ist.

„Die BMW S 1000 RR ist ein tolles und sehr starkes Motorrad, und mein Team ist sehr gut“, bestätigt Lonbois. „Herpigny Motors weiß genau, wie man das Bike abstimmen muss, und die Crew hat unheimlich viel Erfahrung im Rennsport. Um Rennen zu gewinnen, reicht es nicht aus, ein guter Fahrer zu sein, sondern du brauchst eine starke Mannschaft. Herpigny Motors hat über die Jahre enorm viel Erfahrung gesammelt, kennt die BMW S 1000 RR bestens und tritt wie ich an, um zu gewinnen und die bestmögliche Performance zu zeigen. Deshalb arbeiten das Team und ich unermüdlich daran, weiter erfolgreich zu sein.“

„Die Race Trophy motiviert uns Fahrer“

Mit seinen vier Siegen führt Lonbois nicht nur die IRRC-Meisterschaftswertung deutlich an, sondern ist auch in der zweiten Woche in Folge der Spitzenreiter in der BMW Motorrad Race Trophy. Das Konzept dieses einzigartigen weltweiten Wettbewerbs für BMW Motorrad Racer überzeugt ihn: „Ich denke, dass die BMW Motorrad Race Trophy eine tolle Sache ist. Dieser Wettbewerb motiviert uns Fahrer noch mehr, gute Ergebnisse zu holen. Und die weltweite Aufmerksamkeit hilft, sich einen Namen zu machen – das hilft einem für die Zukunft.“

Lonbois weiß, wie wichtig diese Aufmerksamkeit ist. In seiner Karriere musste er schon mehrfach Rückschläge hinnehmen. Von 2006 bis 2009 fuhr er erfolgreich in der Superstock 600 Europameisterschaft. Zur Saison 2010 stand er kurz vor dem Einstieg in die Moto2. Lonbois hatte bereits einen Platz sicher, „aber eine Woche vor dem ersten Rennen stieg das Team aus dem Vertrag aus und gab das Bike stattdessen einem Fahrer, der mehr Budget mitbrachte. Nach dieser schlechten Erfahrung konnte ich meine internationale Karriere erst einmal nicht mehr fortsetzen.“ Stattdessen fuhr er 2011 in der Belgischen Supersport-600-Meisterschaft und sicherte sich dort den Titel. Doch danach war es mit dem Racing für ihn erst einmal vorbei: „Ich hatte einfach nicht das nötige Budget.“

2015 kam die Wende: Lonbois startete wieder durch – auf der BMW S 1000 RR. Herpigny Motors BMW Motorrad Belux holte ihn ins Team, und er gewann auf Anhieb drei Titel, in der Belgischen Superbike-Meisterschaft, in der Holländischen Superbike-Meisterschaft und im BeNeCup.

Faszination Road Racing

Lonbois hat die meiste Zeit seiner bisherigen Karriere auf der Rundstrecke verbracht – das Road Racing übt auf ihn aber eine ganz besondere Faszination aus. „Im Road Racing gibt es unheimlich viele Fans, und es ist einfach Klasse, wie eng die Beziehung zwischen Fahrern und Fans ist. Das ist schon etwas Spezielles“, schwärmt Lonbois. „Zudem darf man sich als Fahrer keinen Fehler erlauben, denn ein Unfall kann schwerwiegende Folgen haben. Das ist es vielleicht, was den Reiz ausmacht: Ich liebe das Adrenalin.“

Lonbois beschreibt sich selbst als „sehr entschlossen“ – und das merkt man auch, wenn er mit seiner RR auf die Strecke geht. Er agiert hochkonzentriert, ist einfach schnell und lässt seiner Konkurrenz keine Chance. „Meine Entschlossenheit ist der Grund, warum ich im Sport so schnell ein hohes Niveau erreicht habe. Als ich mit 15 meine Karriere gestartet habe, hatte ich zuvor noch nie ein Motorrad gefahren. Deshalb musste ich mir alles hart erarbeiten – und das ist gelungen“, schildert er.

Der Privatmensch Vincent Lonbois

Vier Mal ist Lonbois in dieser Saison bereits auf die oberste Stufe des Podiums gestiegen. Mit dabei war immer sein Sohn, der stolz danebenstand, wenn Papa die Siegestrophäen bekam. „Mein Sohn und meine Frau sind meine größten Fans – und es ist mir sehr wichtig, dass ich diese Momente gemeinsam mit ihm erleben kann“, so Lonbois.

Die Familie steht bei ihm im Mittelpunkt. Wenn er keine Rennen fährt, verbringt er viel Zeit mit ihr. Und wie viele Rennfahrer hat er einen Zweitberuf – er arbeitet in der Bäckerei seiner Familie: „Der Motorsport ist meine große Leidenschaft, aber ich kann ihm nicht 100 Prozent meiner Zeit widmen. Denn ich muss arbeiten, um meine Leidenschaft zu leben.“

Links

INTERNATIONAL ROAD RACING CHAMPIONSHIP (IRRC)

irrc.eu