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BMW Motorrad Motorsport
News

Assen, Niederlande, 20.04.2016, FIM Superbike World Championship (WorldSBK) BMW Motorrad Motorsport

Highlights trotz Wetterchaos

Mal Regen, mal Sonne, mal Hagel in Assen

Der TT Circuit in Assen ist einer der legendärsten Kurse im internationalen Motorrad-Rennsport. In der „Cathedral of Speed“ werden seit 1955 Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen, die Racing-Tradition in der Stadt im Nordosten der Niederlande reicht sogar bis ins Jahr 1925 zurück.

Ebenso berühmt ist Assen aber auch für das unberechenbare Wetter, das dort meistens herrscht. Immer wieder gibt es Regenschauer, und da der Streckenbelag wegen seiner Beschaffenheit und des häufig starken Windes schnell wieder trocknet, können die Bedingungen im Verlauf einer Runde extrem wechselhaft sein.

Nicht anders war es am vergangenen Wochenende beim Assen-Gastspiel der MOTUL FIM Superbike-Weltmeisterschaft (WorldSBK). Wettergott Petrus zeigte sich bei der vierten Rennveranstaltung der Saison 2016 besonders einfallsreich und schickte auch noch Hagelschauer vom Himmel. Keine leichte Aufgabe also für die BMW Teams und die Experten vom HP Race Support, doch sie setzten trotz des Wetterchaos’ weitere Highlights.

Althea BMW Piloten knüpfen an gute Leistungen an

In den beiden Trainings am Freitag hatten die Piloten mit anhaltendem Regen zu kämpfen. Am Samstag besserte sich das Wetter dann und rechtzeitig zur Superpole und zum ersten Rennen war die Strecke trocken. Die beiden Althea BMW Piloten Jordi Torres und Markus Reiterberger knüpften an die guten Leistungen an, die sie in dieser Saison bereits gezeigt haben, und setzten sich auf ihren BMW S 1000 RR erneut erfolgreich gegen einige der Werkspiloten durch. Torres fuhr wie schon bei seinem Heimspiel vor zwei Wochen im MotorLand Aragón auf den starken fünften Rang. Reiterberger mischte ebenfalls lange im Kampf um die Top-6 mit, verlor dann aber durch einen kurzen Ausritt in den Kies – er musste einem Konkurrenten ausweichen und hatte deshalb zu spät gebremst – etwas Zeit. Er kam als Siebter ins Ziel und platzierte sich damit zum vierten Mal in dieser Saison unter den besten Acht.

Milwaukee BMW Pilot Josh Brookes holte mit Rang elf sein bestes Ergebnis seit dem Saisonstart in Australien. Sein Teamkollege Karel Abraham musste wegen eines technischen Problems vorzeitig aufgeben.

Erste WM-Führungsrunden für Brookes

Am Sonntag setzte Brookes dann ein echtes Ausrufezeichen. Bereits im Warmup, das noch bei sonnigen und trockenen Bedingungen ausgetragen wurde, fuhr er auf seiner Milwaukee BMW S 1000 RR die fünftschnellste Zeit. Im Rennen selbst, das von absolut verrücktem Wetter gekennzeichnet war, legte der Australier einen bravourösen Regenritt hin und holte sich seine ersten Führungsrunden in der Weltmeisterschaft.

Alles bereitete sich auf ein trockenes Rennen vor, als der Himmel plötzlich seine Schleusen öffnete und Starkregen mit Hagel über der Strecke niederging. Dieser heftige Schauer war zwar bereits vor dem Start wieder beendet, doch die Reifenwahl wurde zu einer echten Lotterie. Denn es hingen immer noch dunkle Wolken am Himmel und niemand wusste, ob es erneut regnen wird oder ob der Belag schnell wieder trocknet. Manche zogen vorne und hinten Regenreifen auf, andere entschieden sich für einen Intermediate-Hinterreifen.

Volle Attacke im Nassen

Brookes setzte auf Regenreifen – und fuhr damit volle Attacke. Von Startplatz 14 aus stürmte er auf dem zunächst nassen Belag nach vorn. In Runde fünf übernahm er die Führung. Diese hielt er sechs Runden lang, obwohl inzwischen wieder die Sonne schien und die Strecke immer weiter abtrocknete. Erst zehn Runden vor Schluss steuerte er in Führung liegend die Box an und wechselte auf Slicks. Leider blieb ihm der Lohn für diese Leistung verwehrt, denn kurz darauf kam er auf einen noch nassen Fleck und ihm klappte beim Anbremsen das Vorderrad weg. Den Sturz konnte Brookes nicht mehr vermeiden, er blieb dabei aber unverletzt.

Dennoch ist Brookes nach diesem Auftritt optimistisch: „Wir haben das ganze Wochenende über Fortschritte gemacht. Als der Regen kam, wusste ich zunächst nicht, was mich erwartet. Denn die fünftschnellste Zeit im Warmup waren wir im Trockenen gefahren. Deshalb dachte ich, dass es im Nassen vielleicht nicht so einfach wird. Doch mit den Änderungen, die wir über das Wochenende im Trockenen am Bike vorgenommen haben, ist es auch bei nassen Bedingungen besser geworden. Ich habe gefühlt, dass ich schneller fahren kann. Ich habe angefangen, andere zu überholen – und das war spielend einfach. Ich hatte viel Vertrauen in das Bike und die Reifen und es fühlte sich ganz natürlich an, diesen Speed zu gehen. Es war großartig, ein WM-Rennen anzuführen. Ich war wirklich zufrieden.“

Sein Milwaukee Teamkollege Abraham belegte in der Wetterlotterie den 14. Rang. Die beiden Althea BMW Piloten hatten mit ihrer Reifenstrategie kein Glück: Torres kam als 15. ins Ziel, Reiterberger folgte direkt dahinter auf Position 16.

Wie bereits vor zwei Wochen im MotorLand Aragón ging Matthieu Lussiana (Team ASPI) auch in Assen an den Start. Der Franzose holte mit seiner nach Superstock-Reglement aufgebauten RR seinen ersten WM-Punkt: Er beendete das erste Rennen auf Platz 15. In Lauf zwei stand für ihn der 17. Rang zu Buche.

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