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BMW Motorrad Motorsport
News

Braeselton, USA, 20.04.2016, BMW Motorrad Motorsport Road Racing

Racing in America

Scheibe Racing: Puerta als schneller Stellvertreter

Steve Scheibe ist ein echter Racing-Experte. 2015 kehrte er nach einer Pause in den Rennsport zurück und startet seitdem mit seinem Team Scheibe Racing in der Motoamerica FIM/AMA North American Road Racing Series (AMA). Stammpilot ist Steve Rapp, ebenfalls ein Routinier. Der US-Amerikaner ist seit 20 Jahren Profi-Rennfahrer. Rapp bestreitet 2016 seine zweite AMA-Saison auf der Superstock-Version der BMW S 1000 RR des Teams.

Beim zweiten Saisonlauf am vergangenen Wochenende in Road Atlanta bei Braselton im US-Bundesstaat Georgia war Rapp allerdings aufgrund anderer beruflicher Verpflichtungen verhindert. Der 44-jährige Kalifornier hat nämlich noch einen „Zweitberuf“: Er ist Linienpilot bei einer Fluggesellschaft.

Teamchef Scheibe wollte jedoch nicht auf einen Start in Road Atlanta verzichten. Sein Projekt wird vom Bremsenhersteller Hayes unterstützt, der die auf der Rennstrecke gesammelten Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Sportbike-Bremsen nutzt. Und da Road Atlanta zu den US-amerikanischen Kursen gehört, auf denen besonders hart gebremst wird, lassen sich dort perfekt Daten sammeln.

Vom Serien- zum Superbike

Scheibe suchte also nach einem Fahrer, der Rapp in Georgia vertritt – und wurde im Fahrerlager der AMA-Supersport-Klasse fündig. Er holte den 23-jährigen Kolumbianer Tomas Puerta an Bord, der in der vergangenen Saison mit der BMW S 1000 RR Champion in der Lateinamerikanischen Superbike-Meisterschaft wurde. Außerdem arbeitet er mit der RR als Coach bei Fahrertrainings.

„Da ich eine Zeit lang keinen Rennsport betrieben habe, wusste ich nicht genau, wer was macht“, schildert Scheibe. „Bei Steve war das einfach, denn wir kannten uns noch aus den alten Zeiten. Es hat sich dann herausgestellt, dass Tomas Erfahrung mit der aktuellen BMW S 1000 RR hat. Er hat zugesagt und es hat geklappt, dass er eine Motoamerica-Superbike-Lizenz bekommt.“

Puerta ging allerdings nicht mit Rapps RR an den Start – sondern mit einem ganz neu aufgebauten Superbike. „Ich wollte ohnehin schon immer in der Superbike-Klasse antreten“, so Teamchef Scheibe.

Also nahm er seinen Teileträger, eine 2016er Serien-RR, und baute das Motorrad innerhalb eines Tages zu einer dem Superbike-Reglement entsprechenden Rennmaschine auf. Damit war Puerta gerüstet, um am Freitag in die ersten Sessions zu starten. Am Ende fuhr er in beiden Rennen in die Punkte. Lauf eins in Road Atlanta beendete er auf dem 13. Rang, im zweiten Lauf kam er als 15. ins Ziel. Puertas Fazit: „Ich denke, dass wir einen wirklich guten Job gemacht haben, wenn man bedenkt, dass das Bike am Donnerstag noch eine Straßenmaschine war.“

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