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BMW Motorrad Motorsport
News

Silverstone, Großbritannien, 13.04.2016, British Superbike Championship (BSB)

Auftakt mit Paukenschlag

Saisonstart der British Superbike Championship in Silverstone

Es war ein Saisonauftakt nach Maß für die BMW Motorrad Motorsport Community in der British Superbike Championship (BSB): Am ersten Rennwochenende in Silverstone gab es in der Superbike-Klasse (BSB SBK) einen Sieg für Michael Laverty und zwei weitere Podiumsplätze für Christian Iddon, sowie im Rennen der Superstock-Klasse (BSB STK) einen dominanten Fünffach-Triumph für die RR.

Damit ist klar: Die BMW S 1000 RR gehört in dieser Saison in der renommierten BSB zu den Bikes, die es zu schlagen gilt. Mit der Unterstützung des HP Race Support haben die BMW Teams in der BSB noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Allein das Tyco BMW Team holte beim Auftakt in Silverstone insgesamt fünf Podiumsplatzierungen: drei mit dem Superbike und zwei mit der Superstock-Version der RR. So begann die BSB-Saison 2016 für den Technischen Direktor von BMW Motorrad Motorsport, Berthold Hauser, auf dem Podium: Er wurde vom Tyco BMW Team auf das Podest geschickt, um den Pokal für den siegreichen Hersteller entgegenzunehmen.

Laverty der Mann der Stunde

Mit seinem Sieg machte Tyco BMW Pilot Michael Laverty dort weiter, wo er die Saison 2016 beendet hatte: auf der obersten Stufe des Treppchens. Im ersten der beiden Silverstone-Rennen gab er in der BSB SBK klar das Tempo vor. Von Platz sechs aus gestartet, übernahm er noch in der ersten Runde Position eins. Danach gab er die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab und kontrollierte das Rennen von der Spitze aus.

„Es war ein schönes Gefühl, gleich das erste Rennen zu gewinnen. Und es war ein wichtiger Sieg, denn so haben wir gleich beim Auftakt gezeigt, was wir uns für diese Saison vorgenommen haben“, so Laverty. Hinter ihm und dem Team liegt ein arbeitsreicher Winter. Er selbst verbrachte viel Zeit in Spanien und hat dort mit intensivem Training, MotoCross- und Endurofahren sowie unzähligen Kilometern auf dem Rad an seiner Fitness gefeilt. Ab März hat Tyco BMW dann in Spanien getestet: „Dabei haben wir uns vor allem darauf konzentriert, das bereits gute Paket aus dem vergangenen Jahr noch besser zu machen – um so gut vorbereitet wie möglich zum ersten Rennen zu kommen.“

„Diese harte Arbeit, die alle geleistet haben, hat sich wirklich ausgezahlt“, bilanziert Laverty. „Ich wusste, dass ich von der Fitness her topp vorbereitet bin. Die harte Arbeit des Teams, das das Bike noch weiter verbessert hat, hat mir das Vertrauen gegeben, dass ich den stärksten Motor im Feld habe, dass die Elektronik passt und dass das Chassis passt. Und so war es: Das Bike war extrem gut zu handeln und sehr, sehr schnell.“

Entsprechend machte sich Laverty mit seiner RR in Lauf zwei auf die Jagd nach dem Doppelsieg. Seine Taktik lautete erneut, früh in Führung zu gehen und bis ins Ziel an der Spitze zu bleiben. Doch in Runde acht kam es dann anders. „Das war schon recht seltsam. Plötzlich hatte ich jede Menge Wasser auf dem Visier. Ich dachte, dass es begonnen hätte zu regnen, und ging die nächsten Kurven mit der nötigen Umsicht an. Einer nach dem anderen ging an mir vorbei und ich fiel vom ersten auf den achten Platz zurück. Dann wurde mir klar, dass alle anderen weiter pushen. Ich habe das Abreißvisier abgerissen und in den Himmel geschaut. Dabei habe ich habe etwas zu lange gebraucht, um zu realisieren, dass es nicht regnete, sondern dass der Kühlerverschluss nicht ganz dicht war und das Wasser daher kam. Aber wenn du bei 320 km/h Wasser auf deinem Visier hast, dann denkst du erst einmal, dass es regnet.“

Laverty ging wieder in den Angriffsmodus über: „In den letzten drei Runden bin ich dann noch einmal richtig schnelle Zeiten gefahren, um wieder aufzuholen. Aber ich lag schon zu weit zurück. Es war unmöglich, wieder ganz vor an die Spitze zu kommen.“ Am Ende stand Platz sechs zu Buche: „Damit haben wir noch wichtige Punkte gesammelt, und ich bin Zweiter in der Meisterschaft. Von daher war es kein Desaster. Aber ein Doppelsieg und die Meisterschaftsführung wäre der perfekte Lohn für die harte Arbeit des Teams gewesen. Doch in dieser Saison ist noch sehr viel möglich.“

Iddon mit Doppelpodium bei seiner RR Premiere

Lavertys Teamkollege Christian Iddon unterstrich die starke Performance von Tyco BMW. Der Neuzugang in der BMW Motorrad Motorsport Familie bestritt in Silverstone seine ersten beiden Rennen auf der RR. Dabei holte er gleich ein Doppelpodium – sein erstes in der BSB. Iddon sicherte sich in beiden Läufen den dritten Rang.

„Es war von Anfang bis Ende ein fantastisches Wochenende. Trotz schwieriger Bedingungen hat das Team meine Tyco BMW S 1000 RR mit jeder Session noch weiter verbessert. Ich hatte gesagt, dass ich mir einen soliden Start in die Saison wünsche – und bin nun mehr als zufrieden“, so Iddon.

Neun RRs in der Superbike-Klasse

Insgesamt gingen in den Rennen der Superbike-Klasse nicht weniger als neun BMW S 1000 RR an den Start – das war fast ein Drittel des Feldes. Der beste Beweis für das Vertrauen, das die BSB Teams in das Potenzial der RR und die Unterstützung des HP Race Support setzen.

Youngster Lee Jackson bestreitet seine zweite Saison in der BSB SBK auf der RR des Buildbase BMW Motorrad Teams. Sein Ziel lautet, auf sein Lehrjahr 2015 aufzubauen und sich weiter zu steigern. Mit zwei Top-8-Platzierungen bewies er, dass er sich im stark besetzten Feld gut etabliert hat: Jackson wurde im ersten Rennen Achter, in Lauf zwei kam er als Siebter ins Ziel. Sein Teamkollege Richard Cooper beendete die beiden Rennen auf den Positionen zwölf und elf.

Ein weiteres neues Gesicht in der BMW Familie ist der Tscheche Jakub Smrz. Der frühere WorldSBK-Pilot tritt in dieser Saison mit Smiths Racing BMW in der BSB SBK an. Beim Auftakt punktete er als jeweils 15. in beiden Rennen. Ebenfalls zwei Meisterschaftspunkte sicherte sich Alastair Seeley. Im vergangenen Jahr kämpfte er mit der RR in der Superstock-Klasse um den Titel, 2016 startet er mit dem Superbike des Royal Air Force Regular & Reserve Teams. Seeley, den alle nur „Wee Wizard“ – „der kleine Zauberer“ – nennen, beendete das zweite Rennen auf Platz 14. Im ersten Rennen schied er aus.

Fünffachsieg in der Superstock-Klasse

Im Rennen der Superstock-Klasse sorgten die BMW Piloten für einen historischen Triumph: Sie holten in Silverstone gleich einen Fünffachsieg für die seriennahe Superstock-Version der BMW S 1000 RR. Auch in der BSB STK haben die Erfolge der vergangenen Jahre dazu beigetragen, dass das Feld an BMW Piloten noch größer geworden ist. 14 BMW S 1000 RRs waren in Silverstone dabei.

Taylor MacKenzie siegte mit der RR von Buildbase BMW Motorrad und sicherte sich auch die schnellste Rennrunde. Die Plätze zwei und drei auf dem Podest gingen an die Tyco BMW Piloten Josh Elliott und Ian Hutchinson. Für Hutchinson war es ein besonders emotionaler Moment, als er auf das Podium stieg. Denn vor sechs Jahren hatte er in Silverstone in einem Supersport-Rennen einen schweren Unfall, bei dem er beinahe sein linkes Bein verloren hätte. „Hutchy“ musste zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen und arbeitete lange an seinem Comeback. „Was für eine Revanche für das, was hier vor sechs Jahren passiert ist. Danke an das gesamte Team für seinen Einsatz“, sagte Hutchinson. Der elfmalige Sieger der Isle of Man TT tritt in diesem Jahr mit Tyco BMW im Road Racing an und startet parallel in der BSB STK, um sich auf diese Einsätze vorzubereiten.

Der Südafrikaner Hudson Kennaugh (Trikmoto Bahnstormer BMW), ein Routinier auf der RR, belegte den vierten Rang. Komplettiert wurde der Fünffachsieg durch Michael Rutter auf der RR von Bathams SMT. Punkte sammelten auch die BMW Piloten Leon Jeacock (GEO E Davies Racing) als Zwölfter, Chrissy Rouse (CECS Mission Racing) auf Position 13 und Rob McNealy (McNealy Brown Ltd.) mit Platz 14.

Links

• BRITISH SUPERBIKE CHAMPIONSHIP (BSB)
• www.britishsuperbike.com