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BMW Motorrad Motorsport
News

Alcañiz, Spanien, 06.04.2016, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Jubel beim Heimspiel

Runde drei der Superbike-WM im MotorLand Aragón

Motiviert bis in die Haarspitzen ging Althea BMW Racing Team Pilot Jordi Torres in das vergangene Wochenende. Kein Wunder – war doch die dritte Rennveranstaltung der MOTUL FIM Superbike-Weltmeisterschaft (WorldSBK) im MotorLand Aragón sein Heimspiel. Torres kommt aus der Nähe von Barcelona – und die moderne Rennstrecke in Alcañiz liegt nur 250 Kilometer entfernt ebenfalls im Nordosten Spaniens.

Viele seiner Fans waren ins MotorLand Aragón gekommen, und auch das Medieninteresse am spanischen Lokalmatador war groß. Bereits im Vorfeld kündigte Torres an: „Ich bin heiß auf mein Heimspiel. Zuhause zu fahren, das gibt mir immer noch eine Extraportion Motivation. Ich denke, dass wir gut gerüstet sind, um mit den Jungs an der Spitze mitzuhalten – und das ist unser Ziel.“

Gesagt, getan: Torres war dieses Mal derjenige, der das BMW Aufgebot in Alcañiz anführte. Mit Platz fünf im Rennen am Sonntag holte er sein bisher bestes Saisonergebnis auf der BMW S 1000 RR. Dabei waren die Bedingungen im MotorLand Aragón alles andere als einfach: Abstimmung und Reifenwahl mussten an ständig wechselnde Temperaturen angepasst werden, denn morgens war es noch äußerst kühl, gegen mittags aber frühsommerlich warm.

Sensationelles Überholmanöver

In der Qualifikation musste Torres zwar den Umweg über die Superpole 1 gehen, doch die beendete er mit der Bestzeit. In der entscheidenden Superpole 2 qualifizierte er sich für Startplatz acht – es wäre sogar noch mehr drin gewesen, doch auf seiner fliegenden Runde mit dem Qualifying-Reifen leistete er sich kurz vor dem Zielstrich noch einen kleinen Fehler.

Bereits im ersten Rennen am Samstag war Torres als Siebter der beste BMW Pilot. Im zweiten Lauf am Sonntag legte er noch einmal nach. „Schon während der Sighting Lap habe ich gemerkt, dass ich wesentlich mehr Vertrauen in die Front hatte als gestern. Damit konnte ich vom Start weg mehr Gas geben“, berichtete er.

Nach acht Runden lag er auf Position sechs – und im 13. Umlauf startete Torres ein Überholmanöver, das die Fans auf den Tribünen ebenso wie die Zuschauer zuhause vor dem TV von den Sitzen riss. Torres saugte sich auf der Gerade mit der ganzen Power seiner RR richtiggehend an Michael van der Mark heran, ging dann mit einem energischen Bremsmanöver links am niederländischen Werkspiloten vorbei – und übernahm Rang fünf.

Diesen fünften Platz gab er bis zum Schluss nicht mehr her – und als Torres mit seiner RR die Ziellinie überquerte, jubelte sein Althea BMW Racing Team in der Box. Der Spanier selbst marschierte mit einem breiten Strahlen im Gesicht vom Parc Fermé zurück zur Garage und winkte fröhlich in die Kameras. „Das Rennen ist gut gelaufen. Ich bin happy – auch weil wir weitere wichtige Daten gesammelt haben und ich denke, dass wir Schritt für Schritt näher an die Spitze herankommen.“

Brookes zweitbester BMW Pilot

Zweitbester BMW Pilot im MotorLand Aragón war Joshua Brookes. Für ihn und sein Milwaukee BMW Team, das eine doppelte Debütsaison bestreitet – mit der BMW S 1000 RR und in der WorldSBK – geht es weiter darum, sich in der Rennserie einzuleben und mit dem Bike vertraut zu machen. Zudem war für Brookes auch die Strecke neu. Alle anderen BMW Piloten kannten den spanischen Kurs bereits: Torres als Lokalmatador ohnehin, Markus Reiterberger aus dem FIM Superstock 1000 Cup und Karel Abraham aus der MotoGP.

Brookes beendete beide Rennen auf dem 13. Rang. Sein Milwaukee BMW Teamkollege Abraham – trotz seiner langjährigen Rennsporterfahrung ein WorldSBK-Rookie, sammelte ebenfalls in beiden Läufen Punkte und kam als 15. und 14. ins Ziel.

Reiterberger blickt nach vorne

Für Torres’ Althea BMW Racing Teamkollege Reiterberger lief das Wochenende nach seinen beiden starken Auftritten in Australien und Thailand nicht wie erhofft. In beiden Läufen baute sein Hinterreifen in der Schlussphase massiv ab und er kämpfte mit stumpfen Waffen. Zudem war der junge Bayer mit seinen Rundenzeiten unzufrieden. Die Plätze 14 und 15 waren nicht das, was er sich von Alcañiz erwartet hatte.

Doch „Reiti“ blickt bereits nach vorn: „Es war ein hartes Wochenende. Leider konnten wir uns im zweiten Rennen nicht verbessern. Aber jetzt werten wir die Daten aus und schauen, wie wir wieder nach vorne kommen. Wir können mehr!“

Race Trophy Sieger mit WorldSBK-Debüt

Die BMW Familie im WorldSBK-Feld hat in Alcañiz Zuwachs bekommen: nicht vier, sondern fünf BMW S 1000 RR waren dieses Mal dabei. Der Sieger der BMW Motorrad Race Trophy 2015, Matthieu Lussiana, gab mit seiner nach Superstock-Reglement aufgebauten RR sein Debüt in der Weltmeisterschaft. Seinen Wildcard-Einsatz beendete der Franzose auf den Plätzen 17 und 18. Die RR wurde vom Team ASPI eingesetzt.

„Es ist einfach klasse, mich hier inmitten der besten Piloten der Welt wiederzufinden“, strahlte Lussiana. „Mit den Ergebnissen können wir sehr zufrieden sein. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützen.“

Die WorldSBK reist nun weiter in die Niederlande: Vom 15. bis 17. April steht auf dem legendären „TT Circuit“ in Assen das vierte Rennwochenende der Saison an.

Links

• FIM SUPERBIKE-WELTMEISTERSCHAFT (WSBK)
• www.worldsbk.com