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BMW Motorrad Motorsport
News

Buriram, Thailand, 16.03.2016, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Bravouröser Ritt in der Hitze Thailands

Runde zwei der WorldSBK in tropischer Hitze 

Die zweite Station der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2016 (WorldSBK) führte die BMW Fahrer und Teams in die tropische Hitze Thailands. Bei Lufttemperaturen bis zu 36 Grad Celsius wurden die Saisonrennen drei und vier für alle Beteiligten zu einer anstrengenden Angelegenheit.

Aus Sicht von BMW Motorrad Motorsport verlief das Wochenende auf dem Chang International Circuit bei Buriram wie schon der Auftakt vor zwei Wochen in Australien erfolgreich – vor allem das Althea BMW Racing Team mischte kräftig im vorderen Feld der etablierten Werksteams mit.

Geburtstagskind Reiterberger trumpft auf 

Bester BMW Pilot war diesmal der Youngster: Markus Reiterberger vom Althea BMW Racing Team, der in Thailand seinen 22. Geburtstag feierte. Der junge Bayer war zuvor noch nie in Buriram gefahren – das hinderte ihn aber nicht daran, mit seiner BMW S 1000 RR wieder auf Anhieb schnelle Rundenzeiten hinzulegen. Er merkte schnell, dass ihm das Layout des Kurses liegt – denn hier konnte er seine Stärke, Kurven spät anzubremsen, voll ausspielen.

„Reiti“ qualifizierte sich erneut direkt für die Superpole 2, die er als Neunter der Startaufstellung beendete. Seine schnellste Zeit in dieser entscheidenden Session fuhr er auf Rennreifen, denn beim Versuch, sich mit dem weicheren Qualifyingreifen noch einmal zu verbessern, verbremste er sich.

Vor dem ersten Rennen feilten das Team von Althea BMW und die Experten des HP Race Support noch weiter am Set-up von Reiterbergers RR und fanden eine Abstimmung, die ihm ermöglichte, das Bike bei Richtungswechseln noch besser umzulegen. Ein Streckenlayout, das ihm liegt, ein gutes Gefühl auf der RR und dazu eine kluge Renntaktik – dies waren die Zutaten, die Reiterberger halfen, im ersten Rennen richtig aufzutrumpfen.

In diesem ersten Rennen übertraf Reiterberger alle Erwartungen: Mit Platz fünf holte er einen Erfolg, mit dem so früh in der Saison nicht viele gerechnet hätten. Reiterberger wartete zunächst etwas ab und startete dann nach einem Drittel der Renndistanz seine Jagd nach vorn. Nach 13 der insgesamt 20 Runden lag er bereits auf Platz sechs. Zwei Runden vor Schluss machte er eine weitere Position gut, als vor ihm Davide Guigliano stürzte und damit den Weg zu Rang fünf frei machte.

„Ich bin stolz auf mein Rennen“, bilanzierte der Althea BMW Racing Pilot. „Meine BMW S 1000 RR ist heute super gelaufen. Ich sah die Fahrer vor mir und bin immer näher an sie herangekommen. Dann sah ich, dass einige von ihnen Fehler machten. Ich habe mich ganz darauf konzentriert, selbst fehlerfrei zu bleiben und es ins Ziel zu bringen – das war der Schlüssel zu meinem fünften Platz.“ Ein dickes Lob dafür gab es auch von General Manager Genesio Bevilacqua.

Im zweiten Rennen am Sonntag fiel Reiterberger zunächst zurück auf den zwölften Rang. „Ich fühlte mich gut auf der RR, aber konnte das Tempo der schnellsten Jungs nicht mitgehen, obwohl ich richtig gepusht habe“, erläuterte er. Ab der Halbzeit legte er aber erneut einen starken Sprint nach vorn hin. Innerhalb von drei Runden machte er vier Positionen gut und verbesserte sich auf Platz acht direkt hinter seinem Teamkollegen Jordi Torres. In der letzten Kurve ging er dann noch innen an dem Spanier vorbei und sicherte sich Platz sieben. „Wir haben die richtige Reifenwahl getroffen und gegen Ende hin konnte ich schneller fahren und nach vorne aufholen. Das ist sehr positiv. Allerdings müssen wir jetzt noch einen Weg finden, in den ersten drei Runden schneller zu sein“, bilanzierte er.

Torres komplettiert starkes Althea-Ergebnis

Teamkollege Torres komplettierte das erneut starke Mannschaftsergebnis des Althea BMW Racing Teams und fuhr wie schon in Australien in beiden Rennen in die Top-8. Der Spanier setzte am Freitag ein erstes Ausrufezeichen, als er die drittschnellste Zeit des Tages holte – obwohl er im ersten der beiden Freitagstrainings stürzte. In der Superpole 2 qualifizierte er sich für den zehnten Startplatz.

Im ersten Rennen am Samstag fiel er in der ersten Runde aufgrund eines kleinen Fehlers auf den 14. Rang zurück, er kämpfte sich aber wieder nach vorn und kam als Achter ins Ziel. Im Sonntagsrennen machte er früh Positionen gut, zur Rennmitte lag Torres auf dem siebten Platz. Diesen Rang behauptete er bis in die letzte Kurve. Dann wurde er von einem überrundeten Fahrer, der ihm keinen Platz ließ, abgelenkt, leistete sich eine kleine Unaufmerksamkeit – und wurde noch von Teamkollege Reiterberger überholt, der damit wenige Tausendstelsekunden vor ihm ins Ziel kam.

„Wir sind zufrieden, denn unser Rückstand nach vorne wird immer kleiner. Wir stehen erst am Anfang der Saison und sind auf dem richtigen Weg“, lautet Torres’ Fazit.

Newcomer Milwaukee BMW setzt Lernprozess fort 

Für die Newcomer in der WorldSBK, Milwaukee BMW, ging es in Thailand darum, weitere Erfahrungen in der Königsklasse zu sammeln. Die Strecke war für beide Fahrer, den amtierenden BSB-Champion Josh Brookes und den früheren MotoGP-Piloten Karel Abraham, neu. Zudem arbeiten die Fahrer und das Team weiterhin daran, die für alle noch ungewohnte BMW S 1000 RR besser kennenzulernen.

Die Mannschaft um Teamchef Shaun Muir verzeichnete zu Beginn des Rennwochenendes weitere große Fortschritte. Abraham war im dritten freien Training am Samstagmorgen Zweitschnellster. In der Superpole 1 fuhr der Tscheche dann die Bestzeit und sicherte sich damit den Einzug in die entscheidende Superpole 2. Brookes verpasste die Qualifikation für die SP2 nur um zwei Tausendstelsekunden.

Abraham ging schließlich von Startplatz elf in die Rennen, Brookes von Position 13. Mit den Ergebnissen aus dem Training und der Superpole hatte das Team die ersten Ziele erreicht, die es sich für Thailand gesteckt hatte. Allerdings blieb es den beiden Piloten verwehrt, in den Rennen selbst die entsprechenden Ergebnisse zu holen. Abraham lag in Lauf eins auf einem guten zwölften Rang, stürzte aber in der letzten Runde beim Versuch, noch eine weitere Position gutzumachen. Im zweiten Rennen kam der Tscheche als 15. ins Ziel.

Brookes hatte für den ersten Lauf die härtere Reifenmischung gewählt, da er nicht wusste, wie lange der weichere Reifen bei den heißen Temperaturen hält. „Ich glaube, das war nicht die richtige Entscheidung“, räumte er ein. Zudem hatte er das ganze Rennen über mit Bremsproblemen zu kämpfen. Am Ende holte der Australier als 15. noch einen Punkt. Im zweiten Rennen fehlte ihm das nötige Vertrauen in das Bike, um richtig attackieren zu können. Dieses Mal verpasste er die Punkteränge als 16. knapp.

Das dritte Rennwochenende der Superbike-WM 2016 findet vom 1. bis 3. April im spanischen MotorLand Aragón statt.

Links

• FIM SUPERBIKE WELTMEISTERSCHAFT (WorldSBK)
• www.worldsbk.com