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BMW Motorrad Motorsport
News

Phillip Island, Australien, 02.03.2016, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Gelungener WM-Auftakt in Down Under

Vorhang auf für eine spannende WSBK-Saison

Diesem Moment haben die Racing-Fans in aller Welt entgegengefiebert, und auch bei BMW Motorrad Motorsport war man gespannt auf die erste echte Standortbestimmung des Jahres: Mit den Rennen Nummer eins und zwei auf Phillip Island ist die FIM Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) am Wochenende in die Saison 2016 gestartet.

Die Karten sind auf dem Tisch, und bereits beim Auftakt in Australien hat sich gezeigt, dass das Feld in diesem Jahr noch enger umkämpft ist als bisher. Die Zeitabstände sind noch geringer geworden. Und noch etwas hat sich gezeigt: Die BMW Privatteams können den etablierten Werksteams Paroli bieten. In dieser Saison treten sechs Werksmannschaften mit insgesamt elf Piloten an. Doch die BMW Motorrad Motorsport Kundenteams drangen schon auf Phillip Island in diese Phalanx ein. Dabei wurden sie intensiv unterstützt von den Experten des HP Race Support um den Technischen Direktor von BMW Motorrad Motorsport, Berthold Hauser.

Das Althea BMW Racing Team war beim Auftakt das mit Abstand beste Privatteam im Feld, die beiden Piloten Jordi Torres und Markus Reiterberger mischten mit ihren BMW S 1000 RR konstant in den Top-10 mit und ließen dabei manchen Werksfahrer hinter sich. Bezüglich des Topspeeds war die RR in Australien ganz vorn dabei.

Althea Racing ist seit vielen Jahren erfolgreich in der Superbike-WM aktiv, und gewann 2011 mit Carlos Checa den Fahrerweltmeistertitel. Zur Saison 2016 entschied sich die Mannschaft um General Manager Genesio Bevilacqua, mit BMW anzutreten. Mit dem Potenzial der BMW S 1000 RR und dem HP Race Support kann das erfahrene Team ein Gesamtpaket schnüren, das aus dem Stand konkurrenzfähig ist.

Auf Anhieb schnell

Zwar waren sie nach ihren Stürzen während des Tests am Wochenanfang noch etwas angeschlagen, doch die beiden Althea BMW Piloten bissen die Zähne zusammen und gaben schon am ersten Tag des Rennwochenendes richtig Gas.

Der zweimalige IDM-Champion Reiterberger, der 2016 seine erste volle Saison in der WSBK bestreitet, sorgte bereits im ersten freien Training am Freitag mit Platz sieben und einem Rückstand von nur 0,2 Sekunden auf die Spitze für Aufsehen. In der kombinierten Wertung beider Freitagstrainings war „Reiti“, mit seinen 21 Jahren der jüngste Fahrer im Feld, Zehnter. Damit qualifizierte er sich direkt für die entscheidende Superpole 2, in der die Plätze in den vorderen Startreihen vergeben werden.

Teamkollege Torres ließ es etwas langsamer angehen. Er hatte am Mittwoch einen Zwischenstopp im Krankenhaus eingelegt, wo die tiefe Wunde an seinem Ellbogen gereinigt wurde. Er fuhr am Vormittag nur wenige Runden und griff dann am Nachmittag richtig ins Geschehen ein. Der Spanier zog als 14. in die Superpole 1 am Samstag ein.

Diese beendete Torres als Zweitschnellster und schaffte damit ebenfalls die Qualifikation für die begehrte Superpole 2. In dieser entscheidenden Session holten Reiterberger und Torres die Startplätze elf und zwölf.

Torres mit Platz acht bei seinem BMW Debüt

Lauf eins am Samstag markierte für Torres das erste Rennen auf der BMW S 1000 RR. Für den Spanier war dies die erste richtige Gelegenheit, mit dem Bike einen ausgiebigen Longrun zu fahren, und er nutzte sie, um seinen Fahrstil weiter an die RR anzupassen. Nach einem etwas verhaltenen Start fand er dabei immer besser in seinen Rhythmus und arbeitete sich konstant durch das Feld nach vorn. Am Ende holte er mit Rang acht seine ersten acht WM-Punkte des Jahres.

Für Teamkollege Reiterberger erfüllte sich ein Kindheitstraum, als er am Samstag mit seiner RR auf den Grid fuhr. Auf Phillip Island in der WSBK zu fahren, davon hatte er immer schon geträumt. „Kurz bevor die Ampel ausging, war ich wirklich happy und stolz“, sagte er. Doch als die insgesamt 23 1000-ccm-Maschinen brüllend losjagten, war keine Zeit mehr für Sentimentalitäten.

Das ganze Rennen über mischte Reiterberger souverän im Kampf um die Top-10 mit. In der letzten Runde überholte er den früheren MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden und übernahm den neunten Rang direkt hinter Torres. Doch in der letzten Kurve vor dem Ziel folgte der Schock: bei 180 km/h platzte sein Hinterreifen, „Reiti“ flog heftig ins Kiesbett ab. Der 21-Jährige wurde ins Medical Centre gebracht, hatte sich aber zum Glück nur Prellungen zugezogen. Über die Ursache kann derzeit nur spekuliert werden: Pirelli untersucht nun im Werk in Mailand, warum der Reifen auf einer Länge von zehn Zentimetern aufriss.

Sonntag: Beide Althea BMW Piloten in den Top-8

Am Sonntag spürte Reiterberger noch die Auswirkungen seines heftigen Abflugs: Der linke Fuß und die rechte Hand schmerzten, doch die Ärzte der Clinica Mobile bekamen das mit insgesamt fünf Spritzen in den Griff. Und so war der Weg frei für einen weiteren starken Auftritt der Althea BMW Piloten. Im Warm-Up am Morgen feilte das Team zusammen mit den Experten des HP Race Support noch an der Feinabstimmung, und die Zeiten waren bereits viel versprechend.

Torres und Reiterberger stürmten schon früh in die Top-10 und lieferten sich fast das gesamte Rennen über einen munteren Dreikampf mit ihrem RR-Kollegen Josh Brookes (Milwaukee BMW). Am Ende behielt das Althea BMW Duo die Oberhand: Torres kam als Siebter ins Ziel, Reiterberger wurde Achter.

Die Bilanz fällt positiv aus

Im ersten Rennen souverän in den Top-10 dabei, im zweiten Rennen beide Fahrer unter den besten Acht: Das Althea BMW Racing Team kann mit dem Auftakt in Phillip Island mehr als zufrieden sein. Die Ergebnisse sind umso bemerkenswerter, da beide Fahrer nach ihren Stürzen körperlich nicht zu 100 Prozent fit waren.

„Im ersten Rennen hatte ich zwar einen schlechten Start, aber danach lief es sehr gut“, bilanzierte Torres. „Im zweiten Rennen fand ich dann auch eine gute Rennpace, und sobald ich nach dem Start aus dem Verkehr raus war, konnte ich das Bike so fahren, wie ich wollte. Ich habe mich auf der RR wohl gefühlt, habe zunehmend an Vertrauen gewonnen und habe versucht, noch weiter nach vorn zu kommen. Auch wenn mir das nicht gelungen ist, bin ich zufrieden. Denn wir haben viele Daten gesammelt und gelernt, wie wir uns auf ein Rennen vorbereiten müssen.“

Für Reiterberger war die Welt am Sonntag auch wieder in Ordnung auch wenn er sich insgeheim noch mehr erwartet hatte als Platz acht. „Leider bin ich am Samstag mit einer Nullnummer in die WM gestartet, obwohl Platz neun drin gewesen wäre“, fasste er sein Wochenende zusammen. „Das zweite Rennen hat Spaß gemacht. Ich hatte einen tollen Fight mit Brookes, der immer dich an mir dran war. Als ich einen Fehler gemacht habe, hat er mich überholt. Das hat mich geärgert, aber in der letzten Runde konnte ich mich wieder vor ihn setzen. Mit Platz acht bin ich nicht zufrieden, aber ich bin happy, dass ich ohne Crash durch das Rennen gekommen bin, und auch, dass wir die kleineren Probleme, die wir hatten, lösen konnten.“

General Manager Genesio Bevilacqua zog nach dem Auftakt eine positive Bilanz: „Insgesamt bin ich mit diesem ersten Rennwochenende mit unseren neuen BMW S 1000 RRs sehr zufrieden. Wir wissen nun, wo wir nach der Testarbeit stehen. Natürlich arbeiten wir jetzt daran, noch wesentlich weiter nach vorn zu kommen. Ich habe großes Vertrauen in das Team und die Experten aus Deutschland. Sie haben hier weitere Daten gesammelt, die uns in der Vorbereitung auf die nächste Runde in Thailand weiterhelfen werden.“

Das zweite WSBK-Rennwochenende mit den Läufen Nummer drei und vier wird vom 11. bis 13. März auf dem Chang International Circuit in Buriram in Thailand ausgetragen.

Links

• FIM SUPERBIKE-WELTMEISTERSCHAFT (WSBK)
• www.worldsbk.com