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BMW Motorrad Motorsport
News

Phillip Island, Australien, 02.03.2016, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Starkes Debüt auf der WM-Bühne

Willkommen in der Superbike-WM

Donnerstagvormittag, 10 Uhr Ortszeit im Zelt der Paddock Show im WSBK-Fahrerlager auf Phillip Island. Auf diesen Moment hat Teamchef Shaun Muir lange hingearbeitet: Gemeinsam mit den Fahrern Josh Brookes und Karel Abraham enthüllte er die beiden BMW S 1000 RRs, mit denen sein Milwaukee BMW Team in diesem Jahr seine Debütsaison in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft bestreitet.

Über Jahre gehörte die Mannschaft von Shaun Muir zu den dominierenden Teams in der British Superbike Championship (BSB), in der sie zuletzt in der vergangenen Saison zusammen mit Brookes den Titel feierte. Doch Muir liebäugelte schon länger mit dem Aufstieg in die Superbike-WM – und nun wurde dieser Traum für ihn wahr. Mit der Unterstützung von BMW Motorrad Motorsport konnte er das nötige Paket schnüren, um in der Königsklasse anzutreten.

„Für uns als Team waren der Support und die Begeisterung, die wir bei BMW Motorrad Motorsport erlebt haben, von enormer Bedeutung“, so Muir. „Sie wissen genau, was wir brauchen, um konkurrenzfähig zu sein. Diese umfassende Unterstützung hat uns die Entscheidung für BMW einfach gemacht. Ich bin wirklich beeindruckt vom Umfang des technischen Supports, den wir abrufen können. Damit stehen die Zeichen gut für eine großartige Debütsaison in der Superbike-WM.“

Der offizielle Startschuss für das Projekt WSBK fiel beim Teamlaunch auf Phillip Island. „Es ist ein stolzer Moment“, sagte Muir, als er und sein Team sich auf Phillip Island der Öffentlichkeit präsentierten. „Der Weg, den wir bis hierher zurückgelegt haben, war bemerkenswert. Mein Team und meine Fahrer haben in kürzester Zeit viele Herausforderungen gemeistert. Von der Logistik und der Technik her haben wir alle Punkte auf unserer Liste abgearbeitet. Vor 14 Wochen waren wir noch ein Meisterteam in einer nationalen Meisterschaft – und nun gehören wir zum Feld der Superbike-WM.“

Mit Riesenschritten nach vorn

In der Vorbereitung blieb dem Team nicht viel Zeit, um sich auf die WM-Premiere vorzubereiten. Beide Fahrer sind zwar Rennsport-Routiniers, doch sie betreten nun in mehrerlei Hinsicht ebenfalls Neuland. Der Australier Brookes sammelte bereits in den Jahren 2006 bis 2012 mit verschiedenen Rennstarts Erfahrung in der Superbike-WM, 2016 markiert jedoch seine erste volle Saison in der Serie. Abraham trat jahrelang in der MotoGP an, doch in der WSBK ist er ein Rookie. Zudem sind beide noch nie zuvor mit der BMW S 1000 RR angetreten.

Den Fahrern und den Technikern standen insgesamt nur sechs Testtage zur Verfügung, um sich mit der für alle neuen RR und ihren Besonderheiten vertraut zu machen: vier Tage in Spanien und dann am Anfang der Woche noch einmal zwei Tage auf Phillip Island selbst. Dabei herrschten aber nicht immer optimale Wetterbedingungen, was das ohnehin kurze Testprogramm beeinträchtigte.

Und so konzentrierte sich Milwaukee BMW am Rennwochenende in Phillip Island ganz darauf, die RR weiter kennenzulernen und sie gemeinsam mit den Experten des HP Race Support auf die individuellen Bedürfnisse der Fahrer abzustimmen.

Dabei machte das Team Fortschritte im Racing-Tempo: Von Freitag auf Samstag verbesserten sich beide Fahrer um über eine Sekunde pro Runde. Nach der Superpole standen die Startplätze 14 für Brookes und 16 für Abraham zu Buche. Und in den Rennen ging es noch weiter nach vorn: Am Ende war Milwaukee BMW hinter dem Althea BMW Racing Team das zweitbeste Privatteam im Feld.

Brookes in beiden Rennen in den Top-10

Gleich im ersten Rennen gelang Brookes der Sprung in die Top-10. Danach erklärte er jedoch, dass er sich für sein Heimspiel noch etwas mehr erhofft hatte: „Ein Platz in den Top-10 ist gut, wenn man bedenkt, dass die Woche mit einem Sturz bei den Tests angefangen hat und dass wir zunächst Schwierigkeiten hatten, unsere Rundenzeiten zu verbessern. Aber es ist noch weit weg von dem, was ich erreichen will. Es ist gut Punkte geholt zu haben, aber im Moment ist unser Rückstand auf die Spitze noch zu groß, als dass wir zufrieden sein können.“

Vor dem zweiten Rennen am Sonntag nahm das Team erneut einige Änderungen an der Abstimmung vor, und Brookes kam dadurch noch besser mit seiner RR zurecht. In Lauf zwei lieferte er sich einen Dreikampf mit seinen RR Kollegen von Althea BMW, Jordi Torres und Markus Reiterberger, und kam als Neunter ins Ziel.

„Ich bin zufrieden, denn ich konnte länger und konstanter pushen. Im Vergleich zu gestern war ich zehn Sekunden schneller. Das Team hat einen großartigen Job gemacht und einige der Bereiche lokalisiert, in denen ich noch Schwierigkeiten hatte“, bilanzierte Brookes nach dem Sonntagsrennen. „Ein großer Dank an das Team von Milwaukee BMW, ich habe jetzt mehr Vertrauen ins Bike und kann besser attackieren. Es gibt ein paar Dinge, die ich bezüglich Gasannahme und Elektronik noch ausprobieren möchte, aber wir haben eine gute Basis, auf der wir weiter aufbauen können. Wir haben eine gute Ausgangslage, um die Lücke nach vorn zu schließen.“

Die ersten WM-Punkte für Abraham

Bei Teamkollege Abraham herrschte nach dem Rennwochenende ebenfalls Zufriedenheit. Am Samstag holte der Tscheche als 13. seine ersten Superbike-WM-Punkte. Am Sonntag legte er noch einmal nach und kam als Elfter ins Ziel.

„Ich bin wirklich happy, dass wir in beiden Rennen Punkte geholt haben“, sagte Abraham. „Die Jungs haben mit dem Bike einen großartigen Job gemacht, und ich bin wirklich stolz auf sie. Da wir im Winter kaum auf der Strecke waren, haben wir dieses Wochenende zum Teil auch als Test angesehen. Aber selbst dafür lief es wirklich gut. Wir haben in jeder Session etwas am Bike geändert und ich konnte auch jedes Mal weiter an meinem Fahrstil feilen. Und so ging es immer besser. Ich weiß, dass ich mit dem Bike noch mehr pushen und noch mehr aus der RR herausholen kann. Jetzt freue ich mich schon auf die nächsten Rennen in Thailand.“

„Wir können erhobenen Hauptes abreisen“

Milwaukee BMW hat seine Feuertaufe in der Superbike-WM bestanden. Entsprechend fällt auch das Fazit von Teamchef Muir aus: „Auf beiden Seiten der Garage herrscht eine zufriedene Stimmung. Wir haben über das Wochenende immer wieder Änderungen am Bike vorgenommen und dadurch riesige Fortschritte gemacht. Insgesamt haben wir in beiden Rennen solide Resultate erzielt, mit jeweils beiden Fahrern in den Punkten. Am wichtigsten war, wie wir uns in Sachen Rennpace weiterentwickelt haben. Hier haben wir einen sehr großen Schritt nach vorn gemacht. Wir können erhobenen Hauptes hier abreisen und uns nun auf die nächsten Rennen in zwei Wochen in Thailand konzentrieren.“

Das Thailand-Gastspiel der Superbike-WM findet vom 11. bis 13. März auf dem Chang International Circuit bei Buriram statt.

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