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BMW Motorrad Motorsport
News

München, 15.01.2015, BMW Motorrad Motorsport

Den nächsten Titel im Visier

In der Langstrecken-WM Geschichte geschrieben

Er sorgte für den ersten Weltcuptitel der S 1000 RR: Rico Penzkofer holte mit seinem Team Penz13.com 2012 den Titel in der Superstock-Kategorie der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Doch diese Meisterschaft ist nur einer der zahlreichen Erfolge, die das Team um den ehemaligen Rennfahrer bereits gefeiert hat.

Im Superstock Cup der Langstrecken-WM klassierte sich die Mannschaft in der Endabrechnung bisher nie schlechter als auf Rang vier. 2011 holte das Team den Vize-Weltcup-Titel. 2013 und 2014 sicherte sich das Team jeweils die Bronze-Medaille.

Besonders stolz ist Rico Penzkofer dabei auf die Siege, in den letzten beiden Jahren, bei den 8 Stunden von Oschersleben. 2014 schrieb sich das Team mit Pedro Vallcaneras, Markus Reiterberger und Bastien Mackels dort in die Annalen der Rennserie ein. Zum ersten Mal in der Geschichte der Langstrecken-WM holte ein seriennahes Superstock-Motorrad die Pole Position.

Bei so vielen Erfolgen ist klar: Auch 2015 ist Rico Penzkofer mit seinem Team wieder in der Langstrecken-WM am Start. BMW Motorrad Motorsport hat den 39-jährigen zu seinen Plänen und Zielen für 2015 befragt.

Aufstieg in die Superbike-Klasse

BMW Motorrad Motorsport: Vizemeister 2011, Meistertitel 2012, sowie der dritte Gesamtrang 2013 und 2014. Diese Bilanz kann sich in der Langstrecken-WM durchaus sehen lassen. Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr gesetzt?

Rico Penzkofer: 2015 wird anders. Nach fünf Saisons in der Superstock-Klasse wagen wir den Schritt zu den Superbikes, in die EWC-Kategorie. Das ist die Königsklasse der Langstrecke, mit allen erdenklichen, technischen Finessen. Nicht nur am Motor kann getunt werden, es kommen auch andere Fahrwerke, Schnellwechsel-Anlagen, Spezial-Bremsen, andere Räder und vieles mehr zum Einsatz. Es wird unser erstes Jahr in dieser Klasse, deswegen lassen sich Ziele schwer definieren. Aber wir sind uns sicher, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft haben: Sowohl bei den Fahrern, als auch bei den Menschen, die bei solchen Rennen im Hintergrund arbeiten. 2015 ist zwar unser erstes Jahr in der „großen Klasse“, aber wir wissen, was wir zu tun haben, und ich glaube, dass Podeste und die Top Drei der Endabrechnung zwar ehrgeizig, aber machbar sind.

BMW Motorrad Motorsport: Auf welche Fahrer vertrauen Sie?

Rico Penzkofer: Die Fahrerfragen sind noch nicht final geklärt, aber wir haben mit Werner Daemen und seiner Mannschaft aus der Superbike IDM (Internationale Deutsche Motorrad Meisterschaft) schon lange ein sehr gutes Verhältnis. Werner ist früher in meinem Team Langstrecke gefahren. Sein Herz schlägt dafür. So, wie die Renn-Kalender im Moment aussehen, werden wir zusammen Vollgas geben. Es gibt keine Überschneidungen mit der IDM, daher werden wir Markus Reiterberger und Bastien Mackels einsetzen. Bezüglich der Fahrer drei und vier erarbeiten wir gerade einen Pool. Mit dem Franzosen Erwan Nigon sieht das sehr gut aus. Auch Michael Laverty, der aus der MotoGP in die Britische Superbike Meisterschaft zurückkehrt, hat angeklopft. Und natürlich ist auch unser langjähriger Fahrer und Freund Jason Pridmore aus den USA - ein erfahrener und schneller Mann - weiter an Bord.

BMW Motorrad Motorsport: Warum vertrauen Sie auf die BMW S 1000 RR? Was sind ihre Stärken?

Rico Penzkofer: Ein anderes Motorrad kommt für uns gar nicht in Frage. Ich bin ja selbst 2007 und 2008 für BMW Motorrad in der Langstrecken-WM gefahren. BMW baut die besten Motorräder der Welt. Die S 1000 RR kannst du vom Händler abholen und sofort schnell auf der Rennstrecke bewegen. Die Basis dieses Bikes ist das Beste, was man bekommen kann. Und natürlich freuen wir uns als deutsches Team mit einem deutschen Fabrikat anzutreten.

Spezielle Atmosphäre im Langstreckensport

BMW Motorrad Motorsport: Was ist das Besondere an der Langstrecken-WM?

Rico Penzkofer: Die Atmosphäre und Stimmung. Das Ausloten der Grenzen von Mensch und Maschine. Das Durchhalten und Kämpfen. Der Spirit. Klar, manchmal fragst du dich um 4, 5 oder 6 Uhr morgens - egal ob Fahrer oder Mechaniker: „Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?“ Aber es ist für mich einfach eine der tollsten Rennsport-Disziplinen, die es gibt. Klar will jeder gewinnen, und am Ende bist du auf dich und dein Team angewiesen. Aber wenn zum Beispiel ein gestürzter Fahrer das Motorrad durch die Boxengasse zurückschiebt, stehen wir alle draußen, und feuern ihn an. Das ist einzigartig - aber nur eines von vielen Beispielen.

BMW Motorrad Motorsport: Was waren Ihre persönlichen Highlights 2014?

Rico Penzkofer: Mit Sicherheit die erste Pole Position eines Stock-Bikes beim Langstrecken-WM Lauf in Oschersleben und dann der Klassen-Sieg dort. Natürlich auch der Sieg in der Open-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans. Das war unser Test unter realen Bedingungen für 2015. Und der war gleich ein voller Erfolg.

Vom Rennfahrer zum Teamchef

BMW Motorrad Motorsport: Viele Jahre lang saßen Sie selbst im Sattel eines Rennmotorrads. Was ist der größte Unterschied im Vergleich zu Ihrer Rolle als Teamchef? Juckt es da manchmal an der Gashand?

Rico Penzkofer: Als Teamchef hat man fast mehr zu tun als ein Fahrer. Da ist so Vieles zu organisieren und in die Wege zu leiten. Die Anspannung ist dann im Rennen um einiges größer, als wenn man selbst fährt. Klar juckt es manchmal, aber das Kapitel ist für mich abgeschlossen. Meinem Sport bin ich aber treu geblieben. Ich vermisse das Fahren gar nicht so sehr und ich denke, dass ich auch einige Erfahrungen an unsere Fahrer weitergeben kann.

BMW Motorrad Motorsport: Neben der Langstrecke sind Sie auch ein ausgewiesener Fan von Straßenrennen. Welche Klassiker stehen 2015 für Sie auf dem Programm?

Rico Penzkofer: Da wollen wir wieder die großen Drei mitnehmen: Die NorthWest 200 in Nord-Irland, die Tourist Trophy TT auf der Isle of Man und den Macau Grand Prix. Auch hier laufen die Planungen bereits auf Hochtouren, doch Genaues dazu können wir momentan noch nicht Preis geben.

Faszination Straßenrennen

BMW Motorrad Motorsport: Warum üben Straßenrennen auf Sie eine solch große Faszination aus?

Rico Penzkofer: Ich liebe die Straßen. Das ist etwas ganz Extremes, Einzigartiges. Ich bin leidenschaftlich gern Real-Road-Rennen gefahren. Man kann es eigentlich gar nicht richtig beschreiben. Sicher, es ist gefährlich und jemand Außenstehendes wird nie verstehen, was wir da tun, aber es ist das Geilste, was es auf der Welt gibt. Und wer es ein Mal live erlebt hat, den lässt es nie wieder los.

BMW Motorrad Motorsport: Stellen Sie sich vor, wir machen eine Zeitreise ans Ende des Jahres 2015. Auf welche Erfolge und Geschehnisse würden Sie gerne zurückblicken?

Rico Penzkofer: Ich denke, dass wir 2015 eine gute Truppe zusammenstellen - für die Langstrecke und die Straßenrennen. Daher würde ich einmal so sagen: Wir würden gern ein Podest oder einen Sieg bei einem der drei großen Straßenrennen feiern. Und in der Langstrecken-WM wäre es schon spektakulär unter die Top Drei der Endabrechnung zu kommen. Persönlicher Traum: Die 8 Stunden von Suzuka zu gewinnen. Das wird als europäisches Team verdammt schwer. Aber wir haben ja auch schon ein Stock-Bike auf die Pole Position gebracht, und auch das hätte sich nie jemand erträumen lassen...

BMW Motorrad Motorsport: Was sind Ihre großen Ziele für die Zukunft?

Rico Penzkofer: Weltmeister in der Superbike-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft zu werden.

BMW Motorrad Motorsport: Vielen Dank für das Gespräch. BMW Motorrad Motorsport drückt die Daumen.

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