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BMW Motorrad Motorsport
News

Doha, Katar, 28.10.2019, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Finaler Wüstenritt

WorldSBK-Saisonfinale in Katar

Die Zeit fliegt: Im Februar startete das BMW Motorrad WorldSBK Team mit der neuen BMW S 1000 RR in Australien in seine Debütsaison in der FIM Superbike World Championship (WorldSBK). Nun stand auf dem „Losail International Circuit“ bei Doha in der Wüste von Katar das Saisonfinale an. Für das Team mit den Fahrern Tom Sykes und Markus Reiterberger verliefen die letzten Rennen des Jahres mit Höhen und Tiefen.

Insgesamt kann das BMW Motorrad WorldSBK Team eine positive Bilanz seiner Debütsaison ziehen. Die Mannschaft holte vier Podiumsplätze, eine Poleposition sowie zahlreiche Top-6-Platzierungen. Sykes beendet die Saison als Achter der Fahrerwertung (223 Punkte). Reiterberger belegt den 14. Gesamtrang (83 Punkte).

Das Renngeschehen

Die Superpole wurde am frühen Freitagabend, um 17.30 Uhr Ortszeit, ausgetragen, bereits unter Flutlicht. Sykes gelang es, den schnelleren Qualifying-Reifen gut zu nutzen, und er sicherte sich in der Schlussphase den vierten Startplatz in der zweiten Reihe. Reiterberger setzte den positiven Trend aus den Trainings fort und qualifizierte sich als Neunter für die dritte Reihe.

Beim Start des ersten Rennens um 20 Uhr Ortszeit herrschten immer noch schwüle 31 Grad Celsius Lufttemperatur. Sykes preschte nach vorn auf Rang zwei, fiel dann aber wieder etwas zurück. Zu Beginn der zweiten Runde stürzte er jedoch und musste aufgeben. Reiterberger hatte ebenfalls einen hervorragenden Start, büßte aber in der ersten Kurve mehrere Positionen ein. Nach kurzer Zeit hatte er sich jedoch zurück in die Top-10 gekämpft. Von dort aus ging es noch weiter nach vorn. Nach 17 Runden erreichte er das Ziel als Achter, direkt hinter einer Dreier-Gruppe, die um den fünften Rang gekämpft hatte. Damit holte er sein zweitbestes Saisonergebnis.

Das Warm-up am frühen Samstagnachmittag weckte vor allem auf Reiterbergers Seite der Garage die Hoffnung auf einen weiteren erfolgreichen Tag. Denn Reiterberger lag mit seiner RR lange in den Top-3, nahm sogar Kurs auf die Bestzeit und belegte am Ende Rang vier. Doch im Superpole Race, das um 16.00 Uhr Ortszeit gestartet wurde, wendete sich das Blatt. Sykes startete als Vierter, fiel aber im Rennverlauf immer weiter zurück und erreichte das Ziel als Zwölfter. Ähnlich erging es Reiterberger, der von Rang neun aus gestartet am Ende 15. wurde. Für das zweite Hauptrennen am Samstagabend bedeutete dies die Startpositionen zehn für Sykes und elf für Reiterberger.

Sykes und Reiterberger hatten beide einen guten Start. Sykes lag zunächst lange auf dem neunten Rang, büßte dann aber im weiteren Rennverlauf mehrere Positionen ein und kam als Zwölfter ins Ziel. Reiterberger musste in der ersten Kurve einem anderen Fahrer ausweichen und fiel deshalb recht weit zurück. Doch in der Schlussphase konnte er noch mehrere Plätze gutmachen und belegte am Ende Platz 14.

Stimmen nach den Rennen in Doha

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor:
„Wir waren zufrieden mit der Freitags-Performance von Markus. Es war schön zu sehen, dass er knapp hinter der Gruppe im Mittelfeld mitkämpfen konnte. In der zweiten Rennhälfte war er in den beiden mittleren Sektoren fast so schnell wie die Spitze. Das war wirklich erfreulich. Tom hatte einen mega Start ins erste Rennen. Leider ist er dann zu Beginn der zweiten Runde an einem anderen Fahrer hängen geblieben und konnte das Motorrad nicht mehr stoppen. Das ist schade, aber kann im Rennen passieren. Der Samstag war natürlich nicht ganz der Saisonabschluss, den wir uns gewünscht hatten. Doch wir haben nach wie vor Schwierigkeiten, uns auf wechselhafte Bedingungen einzustellen, und das hat sich am Samstag bei den wechselnden Temperaturen gezeigt. Dies ist einer der Bereiche, an dem wir arbeiten müssen. Wir konnten jedoch an diesem Wochenende hier in Katar weitere wichtige Informationen sammeln, die wir in der Winterpause in der Vorbereitung auf die kommende Saison nutzen können. Insgesamt fällt unsere Bilanz positiv aus. 2019 war von Anfang an als Lernjahr ausgelegt, und nun stehen für uns vier Podiumsplatzierungen, eine Poleposition und viele Top-6-Platzierungen zu Buche. Damit können wir zufrieden sein und darauf können wir in der kommenden Saison aufbauen. Ich möchte dem gesamten BMW Motorrad WorldSBK Team sowie unseren Fahrern Tom und Markus ein ganz großes Dankeschön aussprechen. Alle haben vom Startschuss des Projekts an hart gearbeitet, sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und so dafür gesorgt, dass es ein erfolgreiches Debütjahr war. Danke dafür an alle. Markus verlässt das Team nun – ihm wünsche ich alles Gute für seine weitere Zukunft.“

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team:
„Wir konnten seit Donnerstag nicht wirklich große Fortschritte machen, und es war seitdem ein schwieriges Wochenende. Wir hatten einiges an positivem Schwung aus Magny-Cours mit nach Argentinien genommen. Aber dort lief es nicht mehr so, und das hat sich auch in Katar fortgesetzt, wo wir das gesamte Wochenende nach einer guten Abstimmung gesucht haben. Markus hatte zunächst ein gutes Wochenende. Er hatte im ersten Rennen eine gute Pace und war auch vor dem Sprintrennen schnell, konnte das aber heute nicht in die entsprechend starken Ergebnisse umsetzen. Tom konnte nicht die richtige Balance und das richtige Momentum finden. Von daher verlief der Abschluss in Katar leider nicht so, wie wir es erhofft hatten. Doch insgesamt haben wir die Ziele erreicht, die wir uns für 2019 gesetzt haben. Es war eine erfolgreiche erste Entwicklungssaison. Und nun geht es volle Kraft voraus in Richtung 2020.“

Tom Sykes:
„Angesichts der Ergebnisse, die wir im Laufe des Jahres eingefahren haben, war das natürlich nicht die Art, wie ich die Saison beenden wollte. Auf dieser Strecke hat man es mit sehr langgezogenen Kurven zu tun, und das ist ein Bereich am Motorrad, an dem wir arbeiten müssen. Es war also insgesamt ein sehr enttäuschendes letztes Rennwochenende 2019. Doch insgesamt war es nicht schlecht, die Saison mit diesem neuen Projekt als Achter der Fahrerwertung abzuschließen. Denn man muss sehen, dass da ja schon allein sechs Werksbikes verschiedener Hersteller mit wesentlich mehr Erfahrung dabei sind. Alles in allem haben wir einige sehr starke Auftritte gezeigt und das Potenzial der BMW S 1000 RR unter Beweis gestellt. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Team hat sehr gut funktioniert. In der Winterpause können wir hoffentlich die Erkenntnisse, die das Team gesammelt hat, in der Weiterentwicklung nutzen, damit wir besser aufgestellt in die nächste Saison starten.“

Markus Reiterberger:
„Der Freitag war wirklich gut. Ich war zufrieden, auch wenn ich nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft habe, was möglich gewesen wäre. In der Superpole haben wir noch einmal einen Schritt gemacht, und ich konnte mit Rennreifen sogar eine 1:57,7 fahren, mit der ich auf dem sechsten Platz lag. Es war eine super Runde, und ich hatte ein richtig gutes Feeling. Mit dem Qualifying-Reifen bin ich ebenfalls eine super Runde gefahren, aber keine perfekte. Und dieser Unterschied macht gleich ein paar Positionen aus. Doch der neunte Platz in der dritten Reihe war immer noch gut. Ich hatte einen super Start ins erste Rennen, bis zur ersten Kurve. Ich lag schon an fünfter Stelle, habe dann aber im Getümmel einen Gang zu wenig heruntergeschaltet und war im dritten Gang. Daher fiel ich wieder zurück, habe dann aber bald wieder einige andere überholt und mich zurück nach vorn gearbeitet. Dann habe ich meine Pace bis zum Schluss gehalten. Für das Warm-up am Samstag hatten wir das Bike noch etwas angepasst, und die Session lief richtig gut für mich. Ich lag lange Zeit auf Rang drei und habe die Session als Vierter beendet. Das hat sich richtig spitze angefühlt. In den beiden Samstagsrennen wurde das leider in den ersten Kurven etwas zunichte gemacht, auch wenn ich jeweils einen guten Start hatte. Im zweiten Hauptrennen war ich dann in Kurve eins zwischen zwei Fahrern eingeklemmt. Ich musste etwas ausweichen und war gezwungen, extrem weit zu gehen, was mich einige Positionen gekostet hat. Ich bin ein recht einsames Rennen gefahren, konnte aber am Schluss noch drei Fahrer überholen und damit in die Punkte fahren. Immerhin hatte ich an meinem letzten Wochenende im BMW Motorrad WorldSBK Team noch einmal einen kleinen Aufwind, was mir vor der Pause ein besseres Gefühl gibt. Es war eine geile Zeit, und ich bin jedem dankbar, dass ich diese Gelegenheit bekommen habe. Ich wünsche dem Projekt nur das Beste und hoffe, dass ich vielleicht auch einmal wieder etwas dazu beitragen kann.“

Ergebnisse FIM Superbike World Championship, Doha:

Rennen 1:

8. Markus Reiterberger (BMW Motorrad WorldSBK Team)
DNF Tom Sykes (BMW Motorrad WorldSBK Team)

Superpole Race:

12. Tom Sykes
15. Markus Reiterberger

Rennen 2:

12. Tom Sykes
14. Markus Reiterberger

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