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BMW Motorrad Motorsport
News

San Juan, Argentinien, 14.10.2019, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Tango Argentina

Vorletzte Saisonveranstaltung der WorldSBK in San Juan

Racing am Fuße der Anden: Der „Circuito San Juan Villicum“ in Argentinien war Gastgeber für die zwölfte und vorletzte Runde der Saison 2019 in der FIM Superbike World Championship (WorldSBK). Für das BMW Motorrad WorldSBK Team und die Fahrer Tom Sykes und Markus Reiterberger war es kein einfaches Wochenende.

Dies galt jedoch für alle im WorldSBK-Paddock. Die Teams und Fahrer hatten in Argentinien mit Sand auf der Strecke zu kämpfen, der für rutschige Bedingungen sorgte. Dies war bereits in den Trainings am Freitag der Fall und setzte sich am Samstag fort. Erst am Sonntag, als es deutlich kühler wurde, verbesserte sich der Zustand der Strecke.

Das Renngeschehen

In der Superpole-Qualifikation am Samstag konnten die meisten Fahrer den Vorteil der weicheren Qualifikationsreifen nicht nutzen und ihre Zeiten in der Schlussphase der Superpole nicht verbessern. Dies galt auch für Sykes, der das Qualifying auf Rang 13 beendete. Reiterberger belegte Position 17. Im ersten Rennen selbst gehörten Sykes und Reiterberger zu zwölf Fahrern, die an den Start gingen. Sechs weitere Piloten hatten entschieden, nicht anzutreten. Nach 21 Runden überquerte Sykes die Ziellinie als Siebter, Reiterberger beendete das Rennen als Elfter.

Sykes ging vom 13. Startplatz aus in das Superpole Race am Sonntagmittag. Gleich nach dem Start hatte er sich auf den achten Rang verbessert. Zwar büßte er eine Position ein, kam aber nach einem eng umkämpften Rennen als Neunter ins Ziel und sicherte sich damit für das zweite Hauptrennen am Sonntagnachmittag einen Startplatz in der dritten Reihe. Reiterberger belegte im Superpole Race den 17. Platz. Von dieser Position aus ging er auch ins Nachmittagsrennen.

Die Hoffnungen, dass sich Sykes von Startplatz neun aus nach vorn arbeiten kann, erfüllten sich nicht. Er fiel zunächst etwas zurück, ehe er das Motorrad in der siebten Runde aufgrund eines technischen Problems am Streckenrand abstellen musste. Reiterberger lieferte sich im hinteren Feld einige Duelle und verpasste die Punkteränge als 16. nur um 0,1 Sekunden.

Das Finale der WorldSBK-Saison 2019 findet in zwei Wochen, vom 24. bis 26. Oktober, in Katar statt.

Stimmen nach den Rennen in San Juan

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor:
„An und für sich war der siebte Platz im ersten Rennen nicht so schlecht. Aber es ist ein Ergebnis, das man so nicht werten darf, da einige Fahrer nicht an den Start gegangen sind. Zwar wären wahrscheinlich nur zwei von ihnen vor uns gelegen, aber das Thema ist, dass wir auf die Spitze 1,5 Sekunden pro Runde verloren haben. Die Bedingungen auf der Strecke waren sehr, sehr tückisch, aber offenbar haben andere Teams eine Lösung gefunden, damit besser zurechtzukommen. Uns ist das nicht gelungen. Im Sonntagsrennen sind wir leider mit einem technischen Defekt im Bereich der Kupplung ausgefallen. Allerdings muss man realistisch sagen, dass ein gutes Ergebnis nicht drin gewesen wäre. Wir haben schlichtweg nicht verstanden, wieso wir so weit hinterher sind und was wir tun müssen, um diesen Missstand aufzuholen. Uns haben konstante Streckenbedingungen gefehlt, um eine Lösung zu finden. Die Strecke war am ersten Tag katastrophal, am Samstagmorgen okay, dann am Mittag extrem heiß und Sonntagmorgen wieder akzeptabel – auf Basis dieser Bedingungen haben die Zeiten extrem geschwankt. Dadurch konnten wir uns nicht konsequent herantasten, um die nötigen Schlussfolgerungen zu ziehen, in welche Richtung wir uns bewegen müssen. Wir nehmen jetzt die gesammelten Daten mit nach Hause und werden analysieren, warum wir an diesem Wochenende nicht so konkurrenzfähig waren wie erhofft.“

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team:
„Die Superpole war sehr schwierig für uns. Wie die meisten Fahrer haben wir das erste Outing genutzt, um eine gute Balance für das Bike zu finden. Dann haben wir den Qualifying-Reifen aufgezogen, aber das hat keinerlei Zeitverbesserung gebracht. Normalerweise macht Tom mit dem Qualifying-Reifen einen großen Schritt nach vorne, und dieses Mal konnten wir die Position nicht verbessern. Im ersten Rennen haben wir erneut etwas unbekanntes Terrain betreten und versucht, das Bike so abzustimmen, dass er etwas mehr mechanischen Grip hat. Dies schien einen Fortschritt mit sich zu bringen, aber das Rennen war lang und die Bedingungen schwierig. Deshalb waren wir zufrieden, dass wir den siebten Platz nach Hause gebracht haben. Der Sonntag war vielleicht einer der schwierigsten Tage der Saison für uns. Das Superpole Race war auf dem Papier für Tom gar nicht so schlecht und zumindest ist es ihm gelungen, sich für das Hauptrennen einen Platz in der dritten Startreihe zu sichern. Aber mit diesem neuen Bike haben wir keinerlei Daten, mit denen wir arbeiten können. Deshalb ist alles neu für uns, und mit jeder Einstellung, die wir ausprobieren, suchen wir nach der perfekten Abstimmung. Wir können nur die gesammelten Daten mitnehmen, und wenn wir wieder hierher zurückkommen, sind wir gerüstet und haben eine bessere Ausgangslage. Es ist also wirklich schwierig für uns, aber wir müssen das Positive mitnehmen und darauf aufbauen. Markus hatte ebenfalls Probleme und fand keine Einstellung, mit der er sich wohlfühlte. Aber wir müssen dieses Rennwochenende abhaken, neue Kräfte sammeln und uns auf Katar vorbereiten, wo wir hoffentlich einen guten Start ins Wochenende haben werden.“

Tom Sykes:
„Wir hatten an diesem Wochenende ganz seltsame Bedingungen, was sehr schade wir. Hier in Argentinien haben wir ein absolut fantastisches Streckenlayout, die Fans sind leidenschaftlich motorsportbegeistert, und leider hatten wir diese schlechten Bedingungen. Wir haben uns hingesetzt und versucht, die beste Abstimmung für die BMW S 1000 RR zu finden. Um ehrlich zu sein, hatten wir am Samstag ein bisschen Glück, Platz sieben zu holen. Es war ein schwieriges Wochenende. Auch, wenn wir uns besser auf die rutschige Strecke einstellen und uns da verbessern konnten. Im letzten Rennen hatte ich wirklich das Gefühl, dass wir eine konstante Rennpace haben. Aber wir haben ein Problem mit dem Bike bekommen und mussten aufgeben. Insgesamt war das Wochenende für das gesamte BMW Motorrad WorldSBK Team eine Herausforderung. Aber wie ich schon sagte, waren die Streckenbedingungen auch nicht gerade einfach. Doch trotz der Umstände denke ich, dass wir einige wertvolle Informationen für die Zukunft gesammelt haben. Wir haken dieses Wochenende ab und konzentrieren uns ganz auf Katar, wo wir hoffentlich einen weiteren Schritt nach vorne machen werden.“

Markus Reiterberger:
„In der Superpole herrschten richtig schwierige Bedingungen. Es war viel heißer als am Freitag, und schon da haben die Fahrer gesagt, dass es sehr gefährlich ist, so zu fahren. Denn es war viel zu rutschig, es lag zu viel Dreck auf der Strecke und entsprechend gab es keinen Grip. Über Nacht wurde die Strecke anscheinend gesäubert, und im dritten freien Training hat es super funktioniert. In der Superpole waren die Bedingungen dann aber noch schlechter, das war sehr ungewöhnlich. Bei den extrem schlechten Bedingungen konnte ich mich im Qualifying nicht gut platzieren und bin so ins erste Rennen gestartet. Viele der anderen Fahrer sind nicht angetreten. Wir haben uns im Team zusammengetan und gesagt ‚Wir fahren!’. Der Grip war in der Tat ein bisschen besser, nachdem es kühler wurde. Aber das erste Rennen an sich war für mich relativ einsam. Ich bin gut gestartet und habe zwei Plätze gut gemacht, bin aber in der ersten Kurve auf den Dreck gekommen und fast gestürzt. Es folgten zwei weitere heikle Momente, und dann habe ich das Rennen einfach nur nach Hause gebracht und zumindest als Elfter ein paar Punkte eingefahren. Am Sonntag hatten heute deutlich bessere Wetterbedingungen. Es war kühler, von daher war die Strecke auf der Ideallinie in einem besseren Zustand. Ich habe leider in den ersten beiden Runden des Superpole Race zwei Fehler gemacht und musste weit gehen. Entsprechend war das Rennen nicht gut für mich, und ich bin ziemlich weit hinten ins Ziel gekommen. Wir haben für das zweite Rennen ein bisschen was umgestellt, und im Rennen selbst habe ich mich auf Bike ziemlich okay gefühlt. Es wären Punkte möglich gewesen, und ich habe in den letzten drei Runden noch mit Sandro Cortese gefightet, aber leider hat es nicht mehr zum Punkt gereicht. Generell sind wir nach wie vor ein bisschen zu langsam, und wir müssen schauen, woran das liegt. Ich hoffe, dass ich in Katar noch einen guten persönlichen Abschluss finden kann. Wir haben hier alle an einem Strang gezogen. Dafür bin ich dankbar, auch wenn ich wir leider mit keinem guten Ergebnis belohnt wurden.“

Ergebnisse FIM Superbike World Championship, San Juan:

Rennen 1:

7. Tom Sykes (BMW Motorrad WorldSBK Team)
11. Markus Reiterberger (BMW Motorrad WorldSBK Team)

Superpole Race:

9. Tom Sykes
17. Markus Reiterberger

Rennen 2:

16. Markus Reiterberger
DNF Tom Sykes

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