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BMW Motorrad Motorsport
News

Portimão, Portugal, 09.09.2019, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

Unter der heißen Sonne Portugals

Das BMW Motorrad WorldSBK Team zu Gast in Portimão

Das BMW Motorrad WorldSBK Team hat in Portimão bei hochsommerlichen Temperaturen erneut einen Startplatz in der ersten Reihe sowie gute Ergebnisse eingefahren. Das Team war mit den Fahrern Tom Sykes und Markus Reiterberger sowie der neuen BMW S 1000 RR bei der zehnten Runde der FIM Superbike World Championship (WorldSBK) in Portugal im Einsatz. In der Superpole am Samstag sicherte sich Sykes den zweiten Startplatz in der vordersten Reihe. Im ersten Rennen hatte er Pech und wurde 13., am Sonntag holte er Rang sieben im Superpole Race und Platz neun im zweiten Rennen.

Teamkollege Reiterberger beendete die Superpole auf einem guten neunten Platz. Im ersten Rennen sah er die Zielflagge als Zwölfter. Am Sonntag standen für „Reiti“ die Positionen 14 und 13 zu Buche.

Eine weitere News des Wochenendes: Sykes wird auch 2020 mit der BMW S 1000 RR des Teams in der WorldSBK antreten. Sein neuer Teamkollege wird in der kommenden Saison Eugene Laverty.

Das Renngeschehen

In den letzten Minuten der Superpole am Samstag konnte Sykes den schnelleren Qualifikationsreifen gut nutzen und setzte die zwischenzeitliche Bestzeit – mit einem neuen Rundenrekord von 1:40,483 Minuten. Nur Kawasaki-Pilot Jonathan Rea konnte dies noch unterbieten und sicherte sich die Pole. Sykes holte den zweiten Startplatz in der ersten Reihe. Reiterberger fuhr in der Superpole ebenfalls in die Top-10 und wurde Neunter.

Nach dem Start des Rennens fiel Sykes zunächst leicht zurück, er blieb aber in der Gruppe, die um die Podiumsplatzierungen kämpften. In Runde acht von 20 stürzte der Brite jedoch. Er konnte aber wieder auf seine RR steigen und setzte das Rennen auf Position 15 fort. Von dort aus ging es für ihn in den verbleibenden Runden noch um zwei Plätze nach vorne bis auf Rang 13. Reiterberger büßte nach dem Start ebenfalls ein paar Plätze ein. Er fuhr dann ein solides Rennen und sah die Zielflagge auf Platz zwölf.

Nach seiner fantastischen Performance in der Superpole-Qualifikation am Samstag ging Sykes mit seiner RR vom zweiten Startplatz aus ins Superpole Race am Sonntagvormittag. Zu Beginn des 10-Runden-Sprints behauptete er sich auf der zweiten Position, fiel dann im weiteren Verlauf aber um mehrere Positionen zurück und wurde Siebter. Reiterberger startete als Neunter in den Sprint, büßte aber ebenfalls Plätze ein und belegte schließlich Rang 14.

Die Ergebnisse aus Superpole Race bestimmten die Startaufstellung für das zweite Hauptrennen am Sonntagnachmittag. Sykes startete von Rang sieben, Reiterberger von Platz zwölf. In der Anfangsphase hielt sich Sykes in einer eng umkämpften Gruppe auf dem siebten Platz, ehe er zwischenzeitlich auf Rang zehn zurückfiel. Nach 20 Runden erreichte er das Ziel als Neunter. Reiterberger beendete das Rennen auf dem 13. Platz.

Stimmen nach den Rennen in Portimão

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team:
„Beide Fahrer waren in der Superpole am Samstag sehr gut unterwegs. Tom fuhr eine tolle Qualifikationsrunde und somit auf einen fantastischen zweiten Platz. Markus landete in der dritten Startreihe auf dem neunten Platz, was wiederum eine solide Leistung von ihm war. Das erste Rennen war schwierig. Tom hatte einen guten Start, war dann in einer wirklich starken Gruppe. Aber: Auf einigen Streckenabschnitten war er schneller, während er auf anderen Abschnitten langsamer war. Das war genau da, wo überholt wird, am Ende der Start-Ziel-Gerade. Damit hatte er zu kämpfen, er ging deshalb über das Limit und stürzte. Allerdings traf er die absolut richtige Entscheidung, wieder auf das Motorrad zu steigen um das Rennen zu beenden, um einige Daten zu sammeln. Markus’ Start in Rennen eins war nicht schlecht, aber im Getümmel fiel er vor der ersten Kurve um zwei Plätze zurück. Von dieser Position aus war es ein einsames Rennen für ihn. Der Rennreifen baute dann über die Runden auch ab, und er wurde langsamer und leider war mehr als die finale Position nicht drin. Das Superpole Race am Sonntag war schwierig. Wir hatten mit Tom eine starke Startposition, und auch einen guten Startplatz mit Markus. Aber wir konnten dies nicht umsetzen, sondern sind im Feld zurückgefallen. Es war schwierig, die Positionen zu halten. Dasselbe Problem wie im Sprintrennen hatten wir dann auch im zweiten Hauptrennen: fehlenden Grip, vor allem an den Reifenkanten. Das hat uns sowohl bei Markus als auch bei Tom große Schwierigkeiten bereitet. Wir wissen, dass wir an der Fahrwerksbalance arbeiten müssen. Natürlich wissen wir um unser Speed-Defizit, aber das große Thema ist im Moment, mehr mechanischen Grip zu finden. Wenn uns das gelingt, und wir über das Fahrwerk und die Aufhängung den mechanischen Grip verbessern, dann können wir einen weiteren Schritt nach vorne machen. Aber in den heißen Bedingungen, in einem Rennen über 20 Runden, spürt man die Auswirkungen deutlich. Leider hatten beide Fahrer über die gesamte Distanz zu kämpfen. Wir konnten sehen: Wenn wir Grip haben, wenn wir den Qualifying-Reifen aufziehen, dann ist Tom wahrscheinlich einer der schnellsten Fahrer im Feld. Das unterstreicht: Wenn wir auch mit dem Rennreifen mehr Grip haben, werden wir im Rennen eine wesentlich bessere Pace haben. Dies hat sich an diesem Wochenende wieder gezeigt, und wir werden hart arbeiten, um das für die nächsten Rennen zu verbessern.“

Tom Sykes:
„Wir hatten eine gute Abstimmung für unsere BMW S 1000 RR gefunden hatten und waren sowohl in den Trainings als auch in der Superpole sehr konstant unterwegs. Wir haben ein sehr starkes Superpole-Resultat geholt und die Poleposition nur um eine Zehntelsekunde verpasst. Das war also gut. Im ersten Rennen war es leider so, dass unser Set-up super gepasst hat, wenn ich alleine gefahren bin, aber wenn ich im Pulk war, musste ich meinen Fahrstil ein bisschen ändern. Diese kleine Änderung am Fahrstil hat darin resultiert, dass mir beim Loslassen der Bremse das Vorderrad weggerutscht ist. Ich war ein bisschen enttäuscht, aber wir haben viel daraus gelernt. Der Sonntag war etwas schwierig, und wir haben gesehen, dass wir unter Rennbedingungen noch etwas Arbeit vor uns haben. Aber: Am Sonntag hatten wir extreme Rennbedingungen, und das hat es uns ermöglicht, viele wichtige Daten zu sammeln. Für das letzte Rennen haben wir an der BMW S 1000 RR ein paar Änderungen vorgenommen, die uns geholfen haben. Und das Rennen selbst hat uns viele Informationen gebracht und klar gezeigt, wo wir noch Schwächen haben und uns verbessern müssen. Dennoch können wir in Sachen Performance auf der Strecke viel Positives aus diesem Wochenende mitnehmen. Ein großer Dank geht an das gesamte BMW Motorrad WorldSBK Team. Wir hatten hier intensive Tage - vor zwei Wochen beim Test und nun am Rennwochenende. Wir werden weiter hart arbeiten, und hoffentlich stehen wir in ein paar Wochen in Magny-Cours da, wo wir hinmöchten.“

Markus Reiterberger:
„Die Superpole war echt super. Mit dem SC-X-Reifen war ich teilweise sogar in den Top-5, am Ende dann Siebter, bevor alle den Qualifier aufgezogen haben. Mit dem Quali-Reifen konnte ich dann nach der ersten Runde noch eine schnellere nachlegen. Das war eine perfekte Runde. Ich hatte mit der zweiten Startreihe gerechnet, aber am Ende war es Platz neun. Auf den vierten Platz haben mir nur zweieinhalb Zehntel gefehlt. Der Start ins erste Rennen war zunächst okay, aber ich habe die ersten beiden Gänge zu früh geschaltet, daher konnten mich die Konkurrenten ausbeschleunigen. Ich bin dann mein Rennen gefahren. Im Warm-up am Sonntag haben wir eine kleine Änderung probiert. Es hat sich positiv angefühlt, aber wir wussten, dass wir uns nicht täuschen lassen dürfen. Denn am kühlen Morgen ist der Grip immer besser, und unser Bike funktioniert dann richtig gut. Leider bekommen wir immer mehr Probleme, je wärmer es wird. Wir konnten zwar im Superpole Race den weichen Reifen nutzen, aber ich bin nur als 14. ins Ziel gekommen. Für Lauf zwei haben wir dann wieder eine Änderung vorgenommen, und das hat sich vom Feeling her super angefühlt. Der Start war gut, allerdings habe ich in den ersten zwei Kurven vielleicht ein bisschen zu wenig riskiert und dadurch einige Plätze verloren. Danach konnte ich aber gute Zeiten fahren und an der Gruppe dranbleiben. Aber ich bin einfach nicht an Michael Ruben Rinaldi vorbeigekommen.“

Ergebnisse FIM Superbike World Championship, Portimão:

Rennen 1:

12. Markus Reiterberger (BMW Motorrad WorldSBK Team)
13. Tom Sykes (BMW Motorrad WorldSBK Team)

Superpole Race:

7. Tom Sykes
14. Markus Reiterberger

Rennen 2:

9. Tom Sykes
13. Markus Reiterberger

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