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BMW Motorrad Motorsport
News

München, Deutschland, 19.03.2019, FIM Superbike World Championship (WorldSBK)

WorldSBK-Action in tropischer Hitze

Saisonrunde zwei in Thailand

Der „Chang International Circuit“ im thailändischen Buriram war die zweite Strecke, auf der die nagelneue BMW S 1000 RR in ihrer Debütsaison in der FIM Superbike World Championship (WorldSBK) Station machte. Bei tropischen Temperaturen sammelten die beiden Fahrer des BMW Motorrad WorldSBK Teams, Tom Sykes und Markus Reiterberger, nicht nur weitere WM-Punkte, sondern auch viele wertvolle Daten für die Weiterentwicklung des nagelneuen Superbikes.

Das Thailand-Gastspiel wurde zur erwarteten Hitzeschlacht. Die Lufttemperaturen erreichten 36 Grad Celsius, der Asphalt heizte sich auf weit über 50 Grad Celsius auf. Keine einfachen Arbeitsbedingungen also, aber das BMW Motorrad WorldSBK Team nutzte das Wochenende intensiv, um unter Rennbedingungen weiter an der Entwicklung der RR zu arbeiten. Dabei zeigte sich erneut, dass die neue BMW S 1000 RR bereits in einigen Bereichen sehr konkurrenzfähig ist.

Das Renngeschehen in Buriram

In der Superpole-Qualifikation am Samstag sicherte sich Sykes auf seiner RR den sechsten Startplatz in der zweiten Reihe. Reiterberger beendete die Superpole als Elfter. Rennen eins wurde am späten Nachmittag Ortszeit ausgetragen. Nach 20 Runden holte sich Sykes als Neunter erneut eine Top-10-Platzierung. Auch Reiterberger stockte sein Punktekonto als 14. weiter auf.

Im Superpole Race am Sonntagmittag belegte Sykes den zehnten Rang, Reiterberger kam auf Position 14 ins Ziel. Am späten Sonntagnachmittag Ortszeit ging Sykes dann vom zehnten, Reiterberger vom zwölften Startplatz ins zweite Rennen. Beide BMW Fahrer machten am Start Positionen gut. Sykes lag im weiteren Rennverlauf auf dem neunten Rang, bekam dann aber Probleme mit der Kupplung und musste sein Motorrad am Streckenrand abstellen. Reiterberger sammelte mit Rang elf fünf weitere WM-Punkte.

Das BMW Motorrad WorldSBK Team und die WorldSBK kehren nun zurück nach Europa. Die dritte Saisonrunde wird vom 5. bis 7. April im MotorLand Aragón bei Alcañiz ausgetragen.

Stimmen zu den WorldSBK-Rennen in Buriram:

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor:
„Die Ergebnisse des Samstagsrennens lagen im Bereich unserer Erwartungen. Wir konnten unsere Updates positiv bestätigen und auch sonst noch weitere Themen aussortieren. Allerdings wäre es aufgrund des momentanen Defizits in Sachen Höchstgeschwindigkeit derzeit noch unrealistisch, zu erwarten, dass wir unsere Startplätze in den Rennen bestätigen können. Auch die Startpositionen nach dem Superpole-Rennen haben unseren Erwartungen entsprochen und gingen in Ordnung. Das zweite Hauptrennen verlief jedoch eher enttäuschend für uns, mit Toms Ausfall und dem Rückstand, den Markus auf die Spitze hatte. Tom musste aufgrund einer schlupfenden Kupplung aufgeben. Es gilt jetzt, im Detail zu analysieren, was die Ursache dafür war. Markus konnte als Elfter noch einige Punkte holen. Jetzt müssen wir die kurze Pause nutzen, um im Werk die nächsten Updates fertigzustellen und damit auf unserem Weg nach vorne die nächsten Schritte zu machen.“

Shaun Muir, Teamchef BMW Motorrad WorldSBK Team:
„Tom hatte am Samstag eine wirklich gute Superpole. Er ist eher verhalten in die Session gestartet und kam zunächst nicht richtig in seinen Rhythmus. Aber dann hat er den Qualifyingreifen aufgezogen und eine super Runde hingelegt, mit der er sich den starken sechsten Platz in der zweiten Startreihe gesichert hat. Markus konnte seinen Qualifyingreifen nicht optimal nutzen, ist aber dennoch mit einer guten Leistung auf einen ganz ordentlichen Startplatz gefahren. Im Samstagsrennen wussten wir in etwa, wo im Feld wir uns einreihen würden. Unser Ziel war eine Platzierung in den Top-10, und ich denke, Tom hat mit seinem Resultat, das er trotz unseres Defizits in Sachen Höchstgeschwindigkeit geholt hat, seine ganze Professionalität gezeigt. Wir haben zudem wertvolle Daten gesammelt. Markus ist am Samstag im Getümmel der ersten Kurve zurückgefallen und hatte dann schwierige erste Runden. Er kam nicht in seinen Rhythmus und ist ein paar Mal weit gegangen, als er Probleme beim Bremsen hatte. So kam er auf Platz 14 ins Ziel. Am Sonntag hatte Tom ein wirklich gutes Superpole-Rennen. Unser Ziel lautete wieder, in die Top-10 zu fahren. Er hatte einen richtig guten Start, wurde dann in der ersten Kurve etwas nach außen gedrückt, aber arbeitete sich wieder nach vorne. Bereits in Kurve drei lag er wieder auf einer aussichtsreichen Position. Er fand in einen guten Rhythmus und kam mit einem guten Resultat ins Ziel. Toms Hauptrennen war unglücklicherweise plötzlich beendet. Er hatte wieder in einen passenden Rhythmus gefunden, sich auf die Strecke eingespielt, und die Rundenzeiten begannen, schneller zu werden. Doch dann fiel er leider aufgrund eines technischen Problems aus. Markus fühlte sich auf dem Bike einfach nicht richtig wohl, was schon das ganze Wochenende über ein Problem war. Er konnte kein gutes Gefühl für das Chassis entwickeln, vor allem nicht für das Vorderrad. Solange wir ihm nicht dieses wirklich komfortable Gefühl geben können, hat er Schwierigkeiten, richtig anzugreifen und die Lücke zur Spitze zu schließen. Dennoch müssen wir mit dem Wochenende in Buriram insgesamt zufrieden sein. Toms Ausfall war eine Enttäuschung, aber wir nehmen trotzdem viel Positives mit und freuen uns nun auf Aragón.“

Tom Sykes:
„Ich denke, dass jeder das Potenzial der BMW S 1000 RR gesehen hat. In den Kurven und den Anbremsphasen ist das Potenzial sehr groß. Nur leider fehlt es uns auf der Gerade noch an Speed, und dort haben wir Positionen eingebüßt. Mit der Performance in den Kurven, dem Kurvenspeed und dem Lenkverhalten des Bikes war ich sehr zufrieden. Ich betone erneut: Ich bin am 18. Dezember zum ersten Mal mit diesem Motorrad gefahren, und das Projekt steht noch ganz am Anfang. Ich habe sehr viel Erfahrung, und aus dieser Perspektive sage ich, dass wir einen wirklich guten Job machen. Momentan sind wir hinsichtlich des Speeds noch eingeschränkt, aber im Bereich Fahrwerk, Aufhängung und Elektronik haben alle schon großartige Arbeit geleistet. Und ich finde das Handling des Bikes wirklich beeindruckend. In den Duellen, die ich heute auf der Strecke hatte, war ich überrascht, wie stark wir in manchen Bereichen sind. Also werden wir weiter hart arbeiten. Im Hauptrennen am Sonntag habe ich nach ein paar Runden gemerkt, dass irgend etwas nicht in Ordnung war. Es ist ein bisschen frustrierend, denn wir hatten eine Änderung am Bike vorgenommen, und es hat sich wirklich gut angefühlt. Positiv ist, dass ich wirklich davon überrascht war, hierher zu dieser Strecke zu kommen und trotz unseres Nachteils auf den Geraden in die Top-10 fahren zu können. Diese Top-10-Platzierungen sind meiner Meinung nach richtig viel versprechend. Bei der Kurvenanfahrt und beim Einlenken sind wir mit dem Fahrerwerk und der Abstimmung der BMW S 1000 RR gegenüber unseren Konkurrenten wirklich im Vorteil. Deshalb kann ich insgesamt viel Positives mit aus Thailand nach Hause nehmen. Das Negative ist natürlich, das haben wir schon in Phillip Island gesehen, dass wir auf den Geraden noch viel hergeben. Doch das wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft kein Problem mehr sein.“

Markus Reiterberger:
„Wir haben von Freitag auf Samstag eine Änderung vorgenommen, die sich im dritten freien Training positiv ausgewirkt hat. Denn ich konnte schnelle und konstante Rundenzeiten fahren. Für die Superpole haben wir dann noch eine Kleinigkeit angepasst, was mir noch mehr Vertrauen gegeben hat. Im Samstagsrennen hatte ich einen guten Start, dann aber in der ersten Kurve und auf der Gegengerade etwas Pech. Dadurch habe ich leider einige Positionen verloren. Im Getümmel konnte ich dann nicht meinen eigenen Rhythmus fahren. Zudem schien es so, als konnte ich mit dem Bike noch nicht ganz so bremsen, wie ich möchte. Dann ist mir noch ein Fehler passiert, und ich bin weit gegangen. Das hat Zeit gekostet, aber ich habe die zwei Punkte ins Ziel gebracht. Auch im Superpole-Rennen am Sonntag hatte ich einen super Start und lag nach der ersten Kurve direkt hinter Tom. Ich hatte in den ersten Runden auch schöne Kämpfe, aber dann hat mich ein anderer Fahrer fast vom Motorrad geholt und ich musste geradeaus fahren. Dadurch habe ich sechs Positionen verloren. Als ich dann noch einen Fehler gemacht habe, war das Rennen eigentlich gelaufen. Im Hauptrennen hatte ich das Thema, das uns schon das ganze Wochenende über Schwierigkeiten bereitet hat: Dass ich das Motorrad nicht gut genug verzögern konnte und ich kein Feeling für die Front des Bikes hatte. Wir haben versucht, das in den Griff zu bekommen und immer wieder Kleinigkeiten verbessert, aber es hat über die Distanz leider einfach nicht gereicht, speziell wenn es heißer wurde und der Grip nachgelassen hat. Der Großteil unseres Rückstands resultiert aus dem Zeitverlust auf den Geraden, aber das macht mir keine Sorgen. Hier vertraue ich auf die Jungs im Werk, dass wir mehr Leistung bekommen, und dann werden die Ergebnisse auch besser sein. Aber ich muss weiter daran arbeiten, beim Einlenken und in der Kurve Vertrauen in das Vorderrad zu bekommen.“

Ergebnisse FIM Superbike World Championship, Buriram:

Rennen 1:

9. Tom Sykes (BMW Motorrad WorldSBK Team)
14. Markus Reiterberger (BMW Motorrad WorldSBK Team)

Superpole Race:

10. Tom Sykes
14. Markus Reiterberger

Rennen 2:

11. Markus Reiterberger
DNF Tom Sykes

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