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BMW Motorrad Motorsport
News

Magny-Cours, Frankreich, 07.10.2015, BMW Motorrad Race Trophy

Turbulente WM-Rennen in Frankreich

Die Superbike-Weltmeisterschaft zu Gast in Magny-Cours

Die FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2015 (WSBK) hat am vergangenen Wochenende ihre letzten Europa-Rennen ausgetragen. Bei ihrer vorletzten Rennveranstaltung der Saison machte die WM in Magny-Cours im Herzen Frankreichs Station. Die beiden BMW Piloten Ayrton Badovini und Markus Reiterberger können nach dem Wochenende eine positive Bilanz ziehen – auch wenn Regen für extrem schwierige Bedingungen sorgte.

Im FIM Superstock 1000 Cup (STK1000) wurde in Magny-Cours das Saisonfinale ausgetragen. Dabei zeigte Roberto Tamburini mit seiner BMW S 1000 RR eine beeindruckende Aufholjagd quer durchs Feld. Er beendete die Saison auf dem zweiten Gesamtrang.

Badovini wieder im Aufwind

BMW Motorrad Italia SBK Team Pilot Ayrton Badovini gehörte in Magny-Cours wieder zu den besten Fahrern eines Privatteams. Nachdem er und seine Mannschaft im ersten Training eine gute Abstimmung für die BMW S 1000 RR erarbeitet hatten, holte er in den weiteren Sessions konstant Platzierungen in den Top-10 beziehungsweise Top-8. Damit qualifizierte er sich direkt für die entscheidende Superpole 2, in der am Samstag die Startplätze in den vorderen Reihen vergeben wurden. Pünktlich zur Superpole setzte der in Magny-Cours besonders gefürchtete Regen ein. Denn im Nassen ist der Streckenbelag auf dem französischen Kurs rutschig wie eine Eisbahn. Dies belegt die Tatsache, dass es allein am Samstag insgesamt 47 Stürze gab.

Badovini fand bei diesen Bedingungen einen guten Kompromiss aus Angriff und Umsicht. Er qualifizierte sich für Startplatz acht in der dritten Reihe. Am Sonntagvormittag hörte es zwar auf zu regnen, doch im ersten Rennen war die Strecke immer noch nass. Badovini kam als 14. ins Ziel. „Wir hatten nicht die passende Abstimmung für die nassen Bedingungen gefunden. Deshalb habe ich mich entschieden, das Rennen sicher nach Hause zu fahren, ohne zu viel zu riskieren“, erklärte der Italiener.

Im zweiten Lauf war die Strecke überwiegend abgetrocknet. Badovini lag auf dem achten Rang, als in der elften Runde das Aus für ihn kam. Beim Anbremsen der Adelaide Spitzkehre kam er auf das Bindemittel, das im vorangegangenen Supersport-Rennen auf eine lange Ölspur aufgebracht worden war. Badovini rutschte von der Strecke. „Das war schade, denn ich hätte im Trockenen ein gutes Resultat holen können“, sagte er. Sein Fazit fällt dennoch positiv aus: „Das Wichtige an diesem Wochenende war, dass wir nach den Schwierigkeiten, die wir in Jerez hatten, in unseren Rhythmus zurückgefunden haben.“

Starker Wildcard-Auftritt von Reiterberger

SUPERBIKE*IDM-Champion Markus Reiterberger bestritt in Magny-Cours als Wildcard-Starter seinen zweiten WM-Auftritt dieser Saison. Für ihn und sein Van Zon-Remeha-BMW Team diente das Wochenende vor allem dazu, weitere Weltmeisterschafts-Erfahrung zu sammeln. In den Trainings konnte „Reiti“ seine Rundenzeiten kontinuierlich verbessern. Im kombinierten Ergebnis der ersten drei Sessions belegte er den zehnten Rang – damit qualifizierte er sich ebenfalls direkt für die Superpole 2. Dort holte er sich den zehnten Startplatz. „Ich denke, dass das für ein Wildcard-Team gar nicht schlecht ist“, kommentierte er zufrieden. Zudem war er noch nie zuvor mit seinem WM-Motorrad im Nassen gefahren.

Das erste Rennen musste er dennoch von ganz hinten angehen. Der Grund: „Ich hatte im Warmup am Sonntagvormittag ein Ölleck. Ich habe aber nicht bemerkt, dass ich Öl verliere, sondern bin an die Box zurückgefahren. Dort habe ich erfahren, dass ich für das erste Rennen auf den letzten Startplatz zurückversetzt wurde und vier Strafpunkte bekommen habe. Es hieß, dass die Rennleitung mir die schwarze Flagge gezeigt habe – ich hatte jedoch keine gesehen. Die Strafe war schon hart, doch im ersten Rennen im Regen war das dann ohnehin egal“, sagt Reiterberger. Den ersten Lauf verbuchen er und das Team unter dem Motto „Lernprozess“. In seinem ersten Regenrennen in der Weltmeisterschaft hatte er Schwierigkeiten mit seinem Motorrad, und auch ein Wechsel von Regen- auf Intermediate-Reifen verbesserte die Situation nicht. So kam er schließlich als 21. ins Ziel.

Im zweiten Rennen fand „Reiti“ zu seinem Tempo zurück. Als 13. sammelte er weitere WM-Punkte, mit etwas mehr Glück wäre sogar noch mehr drin gewesen. „Platz zehn oder elf wären möglich gewesen“, erklärt Reiterberger. „Aber zu Rennbeginn habe ich im Pulk viel Zeit verloren. Ich musste zweimal weit nach außen gehen, weil sich vor mir zwei berührt haben. Dann hatte ich Zweikämpfe mit Leon Camier und David Salom, die ebenfalls Zeit gekostet haben. Schließlich musste ich noch den Notausgang nehmen, als mich Alex Lowes beim Anbremsen abgedrängt hat. Ich denke, dass ich so zwischen fünf und zehn Sekunden verloren habe. Insgesamt wäre für uns momentan ein Resultat um Platz zehn herum möglich.“

Entsprechend positiv fällt Reiterbergers Bilanz aus: „Ich bin auf alle Fälle zufrieden. Wir haben unseren Rückstand auf Weltmeister Jonathan Rea von 1,6 Sekunden auf eine Sekunde, und teilweise noch weniger, reduziert. Wenn man bedenkt, dass wir von allen WM-Startern die geringste Erfahrung mit unserem Motorrad haben, ist das sehr gut. Nun werden wir im nächsten Jahr versuchen, diesen Rückstand noch weiter zu verringern.“

Gábor Rizmayer aus dem BMW Team Tóth beendete die beiden Magny-Cours-Rennen auf den Positionen 17 und 20. Sein Teamkollege Imre Tóth kam als 20. und 21. ins Ziel.

Beherzte Aufholjagd von Tamburini

Im letzten Saisonrennen des FIM Superstock 1000 Cups zeigte BMW Pilot Roberto Tamburini eine sensationelle Aufholjagd. Sein Motoxracing Team hatte eine hervorragende Trockenabstimmung für Tamburinis BMW S 1000 RR gefunden. Doch in der Qualifikation regnete es – und der Italiener musste sich mit Startplatz 17 begnügen.

Von dort aus jagte er bei trockenen Rennbedingungen quer durch das Feld nach vorn. Tamburini fuhr am Limit, überholte einen Fahrer nach dem anderen und machte nicht weniger als zwölf Positionen gut. Nach 15 Runden kam er als Fünfter ins Ziel. Der Italiener beendete die Saison auf dem zweiten Gesamtrang. In acht Rennen hat Tamburini dreimal gewonnen, dazu kommen drei weitere Podiumsplätze. Nur zweimal stand er nicht auf dem Podest: In Assen, wo er unverschuldet gestürzt war, und nun in Magny-Cours.

Federico D’Annunzio (FDA Racing Team) beendete das Rennen in Magny-Cours mit seiner RR als Zehnter, Eric Vionnet (Motos Vionnet) erreichte als 15. ebenfalls die Punkteränge.

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