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BMW Motorrad Motorsport
News

Le Castellet, Frankreich, 23.09.2015, FIM Endurance World Championship (EWC)

Rekord beim Bol d‘Or

Beeindruckender Saisonabschluss im Süden Frankreichs

Mit einem beeindruckenden Auftritt schloss die Mannschaft von BMW MOTORRAD France Penz13.com ihre Debütsaison in der Superbike-Klasse der FIM Langstrecken-Weltmeisterschaft (EWC) ab: Beim legendären Bol d’Or in Le Castellet sorgte Markus Reiterberger mit der #13 BMW S 1000 RR für einen neuen Rundenrekord. Im 24-Stunden-Rennen lag die Mannschaft zwischenzeitlich auf dem zweiten Rang. Am Ende standen für Markus Reiterberger, Bastien Mackels und Lukáš Pešek der vierte Platz in der Superbike-Klasse (EWC SBK) sowie der sechste Gesamtrang zu Buche.

In der Superstock-Klasse (EWC STK) feierte VÖLPKER NRT48 & PENZ 13 BY SCHUBERT seinen ersten Podestplatz in der WM: Marco Nekvasil, Dominik Vincon und Stefan Kerschbaumer belegten mit der #48 RR den dritten Platz ihrer Klasse und einen hervorragenden siebten Gesamtrang. Insgesamt 55 Teams waren in das harte Rennen auf dem Circuit Paul Ricard im Süden Frankreichs gestartet, nur 35 sahen 24 Stunden später die Zielflagge.

Rundenrekord im Qualifying

Der Bol d’Or ist eines der berühmtesten Motorrad-Rennen überhaupt und wurde erstmals 1922 ausgetragen. Über 20 Jahre hatte der Klassiker seine Heimat im südfranzösischen Le Castellet, ehe er im Jahr 2000 nach Magny-Cours umzog. Nach eineinhalb Jahrzehnten kehrte der Bol d’Or nun zurück auf den Circuit Paul Ricard mit seiner 1,8 Kilometer langen Mistral-Geraden. Die voll besetzten Tribünen und die Tatsache, dass alle Tickets bereits im Vorverkauf ausverkauft waren beweist, dass der Bol d’Or nach Le Castellet gehört. Für die vier Piloten von BMW MOTORRAD France Penz13.com, Markus Reiterberger, Bastien Mackels, Pedro Vallcaneras und Reservepilot Lukáš Pešek, war die beeindruckende Rennanlage in der Nähe von Marseille absolutes Neuland. Dies hielt die Mannschaft aber nicht davon ab, mit der #13 BMW S 1000 RR einmal mehr für Aufsehen zu sorgen.

Im zweiten Qualifying am Freitag raste Reiterberger mit einer Zeit von 1:57,253 Minuten zu einem neuen Rundenrekord. Damit war er auf der RR der mit Abstand schnellste Mann auf dem Circuit Paul Ricard.

„Heute haben wir unsere BMW S 1000 RR auf Top-Speed und Power abgestimmt und ich bin happy mit der Zeit, die ich gefahren bin“, sagte Reiterberger nach dem Qualifying. „Ich hatte eigentlich keine 1:57 erwartet, aber am Ende habe ich die 56er nur um Sekundenbruchteile verpasst. Ich konnte aus dem Qualifyer-Reifen alles herausholen und hatte einen Top-Speed von 327 km/h. Das hat auf der Mistral-Geraden richtig Spaß gemacht.“

Teamchef Rico Penzkofer sparte nicht an Lob für den jungen Bayern: „Reiti – was für ein Teufelskerl! Wir hatten ja schon gedacht, dass er sich mit dem Qualifyer-Reifen und dem anderen Setup heute noch mal immens steigern kann. Aber er war am Ende sogar schneller als die, die diese Strecke wie ihre Westentasche kennen.“ Nur die beiden Lokalmatadoren Fabien Foret und Mathieu Gines blieben ebenfalls unter der Marke von 1:58 Minuten.

In der Startaufstellung, die sich anhand der Durchschnittszeit aller Fahrer eines Teams ergibt, belegte die Penz-Mannschaft den sechsten Rang. Nach der Qualifikation stellte das Team die Fahrerbesetzung um: Aufgrund der Leistungen aus den Trainings und Qualifyings wurde entschieden, dass Reiterberger, Mackels und Pešek das 24-Stunden-Rennen gemeinsam in Angriff nehmen. Pešek gab in Le Castellet sein Debüt in der Langstrecken-WM.

Starke Aufholjagd auf der RR

Reiterberger fuhr für das Team den ersten Stint. Er musste jedoch nach nur einer Runde wegen eines Sensorproblems – die Befestigung hatte sich gelöst – die Box ansteuern. Nach der Reparatur kehrte Reiterberger am Ende des Feldes auf die Strecke zurück. Dies war der Auftakt für eine sensationelle Aufholjagd des Penz-Teams.

Die #13 RR gehörte zu den schnellsten Motorrädern im Feld, zudem leistete die Crew bei den Boxenstopps hervorragende und fehlerfreie Arbeit. So machte das Trio Position um Position gut. Nach nur sechs Stunden lag die Mannschaft bereits in den Top-5. Von dort aus ging es noch weiter nach vorne. In der Nacht absolvierten Reiterberger, Mackels und Pešek Doppelstints. So konnten sich die Fahrer, die gerade nicht im Einsatz waren, noch besser erholen.

Am Sonntagmorgen nahm das Team Kurs auf das Podest: Nach 17 Stunden lag die RR auf Rang drei, nach 19 Stunden übernahm Pešek den zweiten Platz. Dann hatte das Team jedoch wieder Pech. Reiterberger, der die Maschine von Pešek übernommen hatte, strandete mit einem Antriebsproblem an der Schnellwechselanlage am Streckenrand. Das Motorrad wurde per Transporter zurück an die Box gebracht. Nach der Reparatur fiel das Team bis auf den neunten Rang zurück. Ins Ziel kam die #13 RR nach 24 Stunden schließlich auf dem sechsten Gesamtrang und dem vierten Platz der Superbike-Klasse.

Reiterberger bilanzierte danach: „Wir hatten zwei kleinere Probleme, die uns am Ende aus dem Kampf um das Podest geworfen haben. Wir haben uns in dem Rennen aber trotzdem nicht schlecht verkauft, würde ich sagen. Wir hatten die Pace der Teams an der Spitze, die auf das Podest gefahren sind. Aber das Glück war nicht auf unserer Seite.“

EWC-Debütant Pešek war ebenfalls zufrieden: „Wir haben alle einen großartigen Job gemacht – auf dem Motorrad wie in der Box – und ich bin froh, dass wir dieses Rennen ins Ziel gebracht haben. Natürlich hatten wir schon davon geträumt, auf das Podest zu fahren, aber das sollte einfach nicht sein. Wenn wir uns anschauen, welches Pech einige andere Teams hatten – und wir hatten auch welches – dann sind wir gar nicht so schlecht dran gewesen.“ Dem pflichtete Mackels bei: „Wir haben alle einen ausgezeichneten Job gemacht und man kann Glück weder planen noch kaufen. Es war für alle von uns die erste EWC-Saison und ich glaube, dass wir für die Zukunft eine gute Basis aufgebaut haben.“

Das Team von BMW MOTORRAD France Penz13.com beendete seine Debütsaison in der Superbike-Klasse auf dem vierten Rang der WM-Wertung. Damit ließ Penzkofers Mannschaft einige renommierte Teams, die bereits seit Jahren zum festen Starterfeld der EWC gehören, hinter sich. „In dieser Saison haben wir nur einen Nuller verbucht und sind drei Mal ins Ziel gekommen. Damit konnten wir viel Erfahrung für die Zukunft sammeln. Bei einigen unserer Wettbewerbern ist das genau anders rum gelaufen: Sie haben nur einmal das Ziel gesehen und sind dreimal ausgefallen. Wir können schon auch stolz auf das sein, was wir erreicht haben“, sagte Penzkofer.

Superstock-Team feiert Pole und erstes EWC-Podium

Für den Podiumsplatz für die BMW S 1000 RR sorgte das Team von VÖLPKER NRT48 & PENZ 13 BY SCHUBERT. Die Mannschaft aus Oschersleben feierte mit ihren Piloten Marco Nekvasil, Dominik Vincon und Stefan Kerschbaumer ihren ersten Podesterfolg in der Langstrecken-WM.

Wie bereits bei den „8 Stunden von Oschersleben“ sicherte sich das Trio mit der #48 BMW S 1000 RR die Superstock-Poleposition. Im Gesamtklassement erreichten sie einen starken siebten Startplatz. In der Anfangsphase fiel das Team zwar bis auf den 25. Platz zurück, doch danach verlief das Rennen für Nekvasil, Vincon und Kerschbaumer problemlos. Mit einer starken Aufholjagd arbeiteten sie sich immer weiter nach vorn. Nach 15 Stunden hatte das Trio den dritten Rang der Superstock-Klasse übernommen. Dieses Podium ließ sich das Team nicht mehr nehmen: Nekvasil pilotierte die #48 RR schließlich auf dem dritten Rang der Klasse und dem siebten Gesamtrang ins Ziel.

Das Tecmas Racing Team sah in diesem schwierigen 24-Stunden-Rennen ebenfalls die Zielflagge: Dominique Platet, Clive Rambure und Camille Hedelin belegten mit der #88 BMW S 1000 RR den achten Platz der Superbike-Klasse und den 15. Gesamtrang. Pech hatten dagegen Gary Mason, Barry Burrell und Lee Johnston: Sie schieden mit der BMW S 1000 RR von Prime Factors Racing vorzeitig aus.

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