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BMW Motorrad Motorsport
News

Assen, Niederlande, 12.08.2015, Superbike IDM / Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM)

Champion!

Markus Reiterberger holt vorzeitig den IDM-Meistertitel

Er dominiert die Saison in der SUPERBIKE*IDM / International German Championship (IDM) – und hat sich nun vorzeitig zum Meister gekrönt: Van Zon-Remeha-BMW Pilot Markus Reiterberger ist IDM-Champion 2015. Seinen zweiten Meistertitel nach 2013 sicherte er sich stilgerecht: mit einem Doppelsieg am vorletzten Rennwochenende der Saison im niederländischen Assen.

Von den 14 bisher in dieser Saison ausgetragenen Läufen hat Reiterberger elf gewonnen, in den übrigen drei Rennen wurde er Zweiter. An vier der sieben Rennwochenenden hat er mit seiner BMW S 1000 RR Doppelsiege gefeiert. In der Gesamtwertung führt er nun mit 335 Punkten und dem uneinholbaren Vorsprung von 76 Zählern.

Vollgas in der „Cathedral of Speed“

Zwar war Reiterberger in der „Cathedral of Speed“, wie der Assen TT Circuit auch genannt wird, in der Vergangenheit noch nie erfolgreich, doch das sollte sich an diesem Wochenende ändern. Dabei stellten auch die sieben zusätzlichen Kilogramm Erfolgsgewicht an seiner RR kein Problem dar. In der Superpole am Samstag sicherte er sich die Poleposition – mit knappem Vorsprung auf Yamaha-Ersatzfahrer Josh Brookes, den Gesamtführenden der British Superbike Championship (BSB) und einen ausgewiesenen Assen-Kenner. Die einzigen Widrigkeiten, mit denen Reiterberger in der Superpole zu kämpfen hatte, zeigten sich in Form einer Wespe. Sie flog ihm in der Auslaufrunde in die Lederkombi und stach dreimal zu.

Im ersten der beiden Rennen setzte sich Reiterberger schon früh ab. Zwar musste er die letzten Runden etwas langsamer angehen, da sein Hinterreifen recht abgefahren war, doch den Sieg ließ er sich nicht mehr nehmen. Zudem sorgte er in diesem Lauf auch einmal mehr für die schnellste Rennrunde – mit einer sensationellen Zeit von 1:36.0 Minuten. Damit blieb er nur zwei Zehntelsekunden unter dem SBK-Rundenrekord, den der WM-Führende Jonathan Rea Mitte April in der Superbike-Weltmeisterschaft gefahren ist.

Mit Doppelsieg zum Titel

Im zweiten Lauf hätte ihm dann auch ein achter Rang zum vorzeitigen Titelgewinn gereicht, doch „Reiti“ peilte erneut den Sieg an. Die Fans erlebten zunächst einen packenden Vierkampf an der Spitze und im neunten Umlauf setzte sich der BMW Pilot an die Spitze. Nach 15 spannenden Runden kam er mit einem Vorsprung von 0,1 Sekunden als Erster ins Ziel – und ließ sich auf der Auslaufrunde als frischgebackener Champion feiern.

„Mit einem Doppelsieg Meister zu werden, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das übertrifft alles“, sagte Reiterberger. „In der letzten Runde bin ich Kampflinie gefahren, damit mir keiner mehr durchschlupft. Ich bin so froh, in diesem Team zu fahren. Die haben mir die ganze Saison so ein geiles Motorrad hingestellt, das ist der Wahnsinn.“ Sein Van Zon-Remeha-BMW-Team klebte gleich danach die Startnummer 1 auf die BMW S 1000 RR – im bayerischen Rautenmuster. „Die Nummer 1 ist zurück. Ich freu mich riesig“, kommentierte der nun zweimalige IDM-Champion.

Beim Saisonfinale Ende September kann Reiterberger nun völlig befreit Gas geben. Sein klares Ziel lautet, mit seiner Van Zon-Remeha-BMW S 1000 RR noch einmal den Doppelsieg zu holen.

Fünfte Plätze für Mackels und Smrz

Echten Kampfgeist bewies auch Reiterbergers Van Zon-Remeha-BMW Teamkollege Bastien Mackels. Der Belgier war am Wochenende zuvor auf dem Schleizer Dreieck schwer gestürzt und hatte sich einen verstauchten Knöchel sowie eine schmerzhafte Hüft- und Rippenprellung zugezogen. Doch Mackels biss die Zähne zusammen und trotzte den Schmerzen. Im ersten der beiden Assen-Rennen kam er mit seiner RR als Fünfter des Gesamtklassements sowie der Superbike-Klasse (IDM SBK) ins Ziel. „Ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. Vor allem mit der Front hatten wir eine gute Abstimmung gefunden“, sagte Mackels danach. Wenn er fit gewesen wäre, hätte er um das Podium kämpfen können, betonte er. In Lauf zwei belegte er den elften Gesamtrang, der gleichbedeutend war mit dem sechsten Platz in der Superbike-Klasse.

Wilbers-BMW-Racing-Pilot Matěj Smrz hatte in Assen nach einem Trainingssturz Schmerzen am Knie und an der Schulter, erkämpfte sich jedoch im zweiten Lauf ein Top-5-Resultat. Wie Mackels in Lauf eins kam Smrz als Gesamtfünfter und Fünfter der Superbike-Klasse ins Ziel. „Rennen zwei lief so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe die Verfolgergruppe angeführt. Zwar bin ich zwischenzeitlich etwas zurückgefallen, doch ich konnte mich wieder auf Platz fünf nach vorn kämpfen“, bilanzierte der Tscheche. Im ersten Rennen kam er als 13. des Gesamtklassements (Sechster Superbike-Klasse) ins Ziel. Er hatte einen schlechten Start und trotz guter Rennpace war es schwierig, wieder Boden gutzumachen.

Lonbois auf dem Superstock-Podium

Auch in der Superstock-Klasse (IDM STK) gab es für das Team von Van Zon-Remeha-BMW Grund zur Freude: Gaststarter Vincent Lonbois holte einen Podiumsplatz. Der Belgier belegte in Lauf zwei den dritten Rang der Superstock-Wertung (achter Platz gesamt). Das erste Rennen hatte er als Siebter der STK-Klasse (Zwölfter gesamt) beendet.

Für Van Zon-Remeha-BMW-Pilot Pepijn Bijsterbosch war Assen das Heimspiel: Die Rennstrecke ist nur 80 Kilometer von seiner Heimat entfernt. Er war in Lauf eins als Sechster bester BMW Pilot der Superstock-Klasse (Elfter gesamt). Im zweiten Rennen wurde Bijsterbosch Achter (15. gesamt).

Wilbers-Pilotin Lucy Glöckner belegte im ersten Lauf Rang acht (14. gesamt). Im zweiten Rennen schied sie aus. Michael Filla (BMW Sikora Motorsport) wurde Zwölfter und Zehnter (20. und 19. gesamt). Marc Neumann (Neumann Racing Team) kam auf den Positionen 14 und 13 ins Ziel (jeweils 22. gesamt). Ireneusz Sikora wurde mit seiner RR von BMW Sikora Motorsport in beiden Rennen 15. der Superstock-Klasse (23. und 24. gesamt). Punkte sammelte auch Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) als Neunter im zweiten Lauf (16. gesamt).

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