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BMW Motorrad Motorsport
News

Belfast, Nordirland, 12.08.2015, BMW Combined Road Race Challenge (BMW RRC)

Triumphe beim Ulster GP

Das schnellste Straßenrennen der Welt

Die internationale Road-Racing-Szene traf sich in der vergangenen Woche auf dem Dundrod Circuit bei Belfast in Nordirland. Mit dem Ulster Grand Prix stand das nächste Highlight der Straßenrennsport-Saison auf dem Programm. Die Veranstaltung zählt zu den vier großen internationalen Events, die in der BMW Combined Road Race Challenge (BMW RRC) zusammengefasst sind. Der knapp zwölf Kilometer lange Dundrod Circuit hat ein echtes Highspeed-Layout und der Ulster Grand Prix gilt nicht umsonst als das schnellste Straßenrennen der Welt.

Der Haupttag der Veranstaltung war der Samstag, mit unter anderem einem Superstock- und zwei Superbike-Rennen. Zudem wurde bereits am Donnerstagabend das „Dundrod 150 Superbike Race“ ausgetragen. Dabei konnten die BMW Piloten das volle Potenzial ihrer leistungsstarken BMW S 1000 RRs ausschöpfen und sie drückten dem Geschehen in den Rennen für 1.000-ccm-Maschinen ihren Stempel auf. Höhepunkt war aus BMW Sicht zweifellos das Superstock-Rennen, in dem die RR Fahrer gleich einen Sechsfach-Triumph feierten.

1-2-3-4-5-6

Im Superstock-Rennen am Samstagmorgen, mit dem der Hauptrenntag eröffnet wurde, sorgten die BMW Piloten für einen historischen Erfolg: Die ersten sechs Plätze gingen an RR Fahrer. Lee Johnston (ERC/Burdens) siegte nach einem atemberaubenden Duell mit seinem BMW Markenkollegen Peter Hickman (Briggs Equipment BMW) mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,09 Sekunden. Auf seinem Weg zu seinem ersten Ulster-GP-Sieg sorgte Johnston auf seiner BMW S 1000 RR mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 132,793 mph (213,710 km/h) auch für einen neuen Superstock-Rundenrekord.

Rang drei auf dem Podium ging an Michael Dunlop (MD Racing). Er war zwar nach dem Start auf Rang fünf zurückgefallen, arbeitete sich aber wieder nach vorn und machte in der zweiten Rennhälfte Druck auf das Führungsduo Johnston/Hickman. Gegen Ende ließ er jedoch wieder etwas abreißen und kam mit sechs Sekunden Rückstand ungefährdet als Dritter ins Ziel.

Sein Bruder William Dunlop (Tyco BMW) belegte mit seiner BMW S 1000 RR den vierten Rang, Keith Amor (Rig Deluge BMW) und David Johnson (Ice Valley BMW) komplettierten die Top-6 als Fünfter und Sechster.

Johnston auf dem Podium im ersten Superbike-Rennen

Im ersten der beiden Superbike-Läufe am Samstag mischten Johnston und Hickman in einem packenden Fünfkampf an der Spitze mit. Das Rennen musste jedoch in der sechsten Runde nach einem Unfall abgebrochen werden. Als Ergebnis wurde der Stand nach dem vierten Umlauf gewertet, denn dies war die letzte Runde, die das gesamte Feld absolviert hatte. Johnston stieg als Drittplatzierter auf das Podium, Hickman wurde Vierter. William Dunlop wurde als Sechster gewertet, sein Bruder Michael Dunlop als Siebter.

Erster internationaler Sieg für Hickman

Im anschließenden zweiten Superbike-Rennen schlug die große Stunde von Hickman: Er feierte seinen ersten Sieg im internationalen Straßenrennsport. Weil es kurz vor dem Start geregnet hatte, wurde das Rennen auf vier Runden verkürzt. Auf abtrocknender Strecke setzte sich Hickman mit seiner RR sofort an die Spitze. Diese Führung behauptete der BMW Pilot bis ins Ziel, obwohl er am Schluss noch einmal unter Druck geriet. Hickman, der erst zum zweiten Mal am Ulster GP teilnahm, verteidigte sich erfolgreich und siegte mit einem Vorsprung von 0,028 Sekunden auf Honda-Pilot Conor Cummins.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – es war ein mehr als großartiger Tag! Dass ich jetzt hier als Sieger in einem internationalen Road Race sitze – noch dazu in einem Superbike-Rennen – ist mega“, sagte Hickman überglücklich. „Conor hat auf der letzten Runde wirklich Druck gemacht und ich musste aggressiver durch die letzten Kurven fahren, als ich wollte. Ich sah jedoch auf der großen TV-Leinwand, wie nah er war, und musste attackieren, um den Sieg zu holen.“

Michael Dunlop wurde erneut Dritter auf dem Podium. Amor belegte mit seiner BMW S 1000 RR den vierten Rang. Tyco BMW Pilot William Dunlop komplettierte die Top-10 als Zehnter.

Guy Martin dominiert Trainings und Qualifyings

Für einen der großen Favoriten war der Ulster Grand Prix leider vorzeitig beendet: Guy Martin stürzte im „Dundrod 150 Superbike Race“ am Donnerstag schwer. Zuvor hatte der Tyco BMW Pilot das Geschehen dominiert. Er fühlte sich auf seiner BMW S 1000 RR richtig wohl, sorgte für Bestzeiten in den Trainings und sicherte sich in den Qualifyings die Poleposition sowohl für das Superstock- als auch für die beiden Superbike-Rennen am Samstag.

Im „Dundrod 150 Superbike Race“ am Donnerstagabend sah es zunächst auch ganz danach aus, als könne Martin seiner Bilanz beim Ulster Grand Prix einen weiteren Erfolg hinzufügen. Doch in der letzten Runde hatte er in Führung liegend einen schweren Sturz. Dabei zog er sich Frakturen an Wirbeln, Rippen und Brustbein zu. „Es geht mir schon wieder besser“, berichtete Martin, nachdem er im Krankenhaus operiert wurde. „Ich fühle mich soweit ganz gut. Das gehört zum Job dazu. Ich brauche ein bisschen Erholung, glaube aber, dass ich schon in wenigen Tagen wieder arbeiten kann.“ Die gesamte BMW Motorrad Motorsport Community wünscht Guy eine schnelle Genesung!

Das Rennen wurde nach Martins Sturz abgebrochen und das Klassement nach vier Runden als Endergebnis gewertet. Hickman belegte mit seiner Briggs Equipment BMW S 1000 RR den dritten Rang auf dem Podium. Amor wurde Fünfter, William Dunlop Sechster.

Überschattet wurde die Veranstaltung von einem tödlichen Unfall im zweiten Supersport-Rennen am Samstag, bei dem der Schotte Andy Lawson ums Leben kam. Wir möchten seinen Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aussprechen.

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