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BMW Motorrad Motorsport
News

Schleiz, Deutschland, 05.08.2015, Superbike IDM / Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM)

„Reiti“ feiert in Schleiz

Erfolgreicher Auftritt auf der Lieblingsstrecke

Am sechsten Rennwochenende der SUPERBIKE*IDM / International German Championship (IDM) auf dem Schleizer Dreieck setzte Van Zon-Remeha-BMW Pilot Markus Reiterberger seine Erfolgsserie fort. Mit seiner BMW S 1000 RR holte er seinen neunten Saisonsieg sowie einen zweiten Rang. Damit festigte er als Meisterschaftsführender seinen komfortablen Vorsprung.

Zum Schleizer Dreieck hat Reiterberger eine ganz besondere Beziehung – die Berg- und Talbahn in Thüringen ist seine absolute Lieblingsstrecke. „Schleiz hat eine lange Tradition, und schon mein Firmpate ist hier früher erfolgreich Rennen gefahren“, sagt Reiterberger. „Das Streckenlayout ist super. Dazu kommt die Atmosphäre. In Schleiz sind viel mehr Zuschauer und Fans als anderswo – das ist etwas ganz Besonderes.“ Aus seinem Heimatort Obing war eigens der Reiterberger-Fanclub angereist – und die „Reiti“-Fans sollten nicht enttäuscht werden.

Rundenrekorde und grandiose Rennen

Zwar war Reiterberger gerade erst vom Acht-Stunden-Rennen im japanischen Suzuka zurückgekehrt, doch von Jetlag oder Müdigkeit nach der strapaziösen 20-stündigen Rückreise war nicht viel zu merken. Schon im Freitagstraining stellte er mit seiner #21 BMW S 1000 RR einen neuen Rundenrekord auf, am Samstag unterbot er diesen noch einmal um mehr als eine halbe Sekunde. So war es auch kein Problem für Reiterberger, sich die Poleposition zu sichern.

Im turbulenten ersten Rennen reichte es jedoch „nur“ zu Rang zwei, 0,077 Sekunden hinter seinem Rivalen Xavi Forés. „Ich hatte in der ersten Runde beinahe einen Highsider. Ich hatte das Vorderrad schon vor dem Gesicht und bin fast gelegen, habe es aber gerade noch abgefangen“, schildert Reiterberger. Zwar hatte er dadurch zunächst an Boden auf Forés verloren, doch er startete eine erfolgreiche Aufholjagd. Er fuhr schon bald die schnellste Rennrunde und zur Halbzeit hatte er wieder auf Forés aufgeschlossen. Der folgende Zweikampf um den Sieg war nichts für schwache Nerven. In den letzten Runden wechselten sie sich immer wieder an der Spitze ab und berührten sich auch mehrmals. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Ziel. „Ich war bis zur letzten Kurve vorn, habe sie normal angebremst und dachte, das war es jetzt, er kann nicht mehr kommen. Aber im allerletzten Moment ist Xavi mit einer Harakiri-Aktion innen in die Kurve reingestochen und mit Glück ist es dann für ihn besser ausgegangen“, so Reiterberger.

Doch in Lauf zwei ließ der Van Zon-Remeha-BMW Pilot nichts mehr anbrennen. Sein Team hatte nochmals an der Feinabstimmung der Vordergabel gefeilt und einen anderen Hinterreifen gewählt. „Damit war ich über die gesamte Distanz noch schneller als in Rennen eins“, sagt er. „Reiti“ übernahm früh die Führung, fuhr erneut die schnellste Rennrunde, setzte sich immer weiter ab und gewann mit einem Vorsprung von über sieben Sekunden auf den Zweitplatzierten Forés. Nach seinem insgesamt neunten Saisonsieg wurde Reiterberger auf der Auslaufrunde von seinen Fans frenetisch gefeiert: „Das war der Wahnsinn, es waren so viele Leute. Da fühlst du dich auch als Fahrer ganz anders, als wenn du nur eine normale Auslaufrunde zurück zur Box fährst. Das Wochenende war einfach der Hammer, ich werde es nie vergessen. Es war wunderschön.“

Ein großer Schritt in Richtung Titel

Mit seinen Erfolgen in Schleiz hat Reiterberger einen großen Schritt in Richtung Titel gemacht. Bei noch vier ausstehenden Rennen führt er in der Superbike-Klasse der IDM (IDM SBK) mit nun 285 Punkten. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Forés beträgt weiterhin 55 Zähler. Damit könnte Reiterberger rein rechnerisch bereits bei den nächsten Rennen am kommenden Wochenende in Assen den Titelgewinn fix machen. Doch er setzt sich nicht unter Druck und gibt weiter einfach nur sein Bestes. Dass er in Assen zusätzlich zu den bisherigen sechs Kilogramm noch ein Kilo Erfolgsgewicht mehr zuladen muss, ist für Reiterberger kein Problem: „Wir hatten auch in Schleiz schon zur Sicherheit ein Kilo mehr als nötig an Bord, falls eine Runde mehr gefahren wird oder wir mehr Sprit verbrauchen als gedacht. Und: Xavi muss nun in Assen auch vier Kilo zuladen. Von daher ist der Unterschied zwischen uns nicht mehr so groß.“

Für seinen Teamkollegen Bastien Mackels, ebenfalls gerade aus Japan zurückgekehrt, war der Rennsonntag in Schleiz leider bereits nach dem Aufwärmtraining beendet. Der Belgier war in der Superpole am Samstag gestürzt und hatte sich neben einem verstauchten Knöchel auch eine schmerzhafte Hüft- und Rippenprellung zugezogen. Mackels ging zwar im Warm-Up am Sonntagmorgen noch einmal auf die Strecke, doch die Schmerzen waren zu groß und er konnte in den Rennen nicht starten.

Damit war Matěj Smrz neben Reiterberger der einzige RR Pilot im Superbike-Feld. Der Tscheche aus dem Wilbers-BMW-Racing-Team belegte in den beiden Rennen die Positionen vier und fünf der Superbike-Klasse (jeweils Sechster gesamt).

Die Ergebnisse der Superstock-Piloten

Erfolgreichster BMW Privatfahrer in der Superstock-Klasse (IDM STK) war Van Zon-Remeha-Pilot Pepijn Bijsterbosch. Der Niederländer belegte die Positionen neun und sechs ( 15. und 13. Platz gesamt). Wilbers-Pilotin Lucy Glöckner griff nach ihrer Verletzungspause in Schleiz wieder ins Geschehen ein. Im ersten Lauf war sie als Achte (14. gesamt) die bestplatzierte BMW Fahrerin, im zweiten Rennen schied sie jedoch aus. Vincent Lonbois aus Belgien sicherte sich mit seiner RR die Positionen zehn und neun (beide Male 16. gesamt). Marc Neumann (Neumann Racing Team) wurde 13. und Elfter. Johannes Hoffmann (Comedy Central Racing Team) wurde zweimal 15. (jeweils 22. gesamt) und fuhr damit ebenfalls in beiden Rennen in die Punkteränge. In Lauf zwei holten zudem die beiden Piloten von BMW Sikora Motorsport Punkte: Michael Filla wurde Zwölfter (19. gesamt) und Ireneusz Sikora belegte Rang 13 (20. gesamt).

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