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BMW Motorrad Motorsport
News

Macau, China, 23.11.2016, BMW Combined Road Race Challenge (BMW RRC)

Dreifachsieg im Krimi von Macau

Die BMW S 1000 RR dominiert in den Straßen von Macau

Die 50. Auflage des legendären Macau Grand Prix wurde zu einem nervenaufreibenden Thriller. In den Hauptrollen: drei BMW S 1000 RR Racer. Peter Hickman, Michael Rutter und Martin Jessopp lieferten sich in den Straßenschluchten der asiatischen Metropole einen atemberaubenden Fight – und holten wie bereits im Vorjahr einen sensationellen Dreifachsieg für die RR. Das BMW Trio sorgte für einen der knappsten Zieleinläufe in der Geschichte des Macau Grand Prix. Im Ziel trennten die drei gerade einmal 0,655 Sekunden – und der Rest des Feldes hatte einen Rückstand von 20 Sekunden.

Insgesamt 13 Piloten gingen bei der Jubiläumsausgabe des berühmten Road Races auf der BMW S 1000 RR an den Start. Darunter auch die drei Fahrer, die 2015 einen Dreifachsieg für BMW geholt hatten: Hickman, Rutter und Jessopp. Hickman und Macau-Rekordsieger Rutter waren Teamkollegen bei Bathams/SMT Racing, Jessopp trat mit seinem Team von RidersMotorcycles.com BMW an.

Bereits im Training und im Qualifying auf dem anspruchsvollen „Guia Circuit“ zeigte sich, dass die RR auch in diesem Jahr das Bike ist, das es zu schlagen gilt. Im freien Training und im ersten Qualifying sorgte Rutter für die Bestzeiten, Jessopp war jeweils Zweitschnellster. Im zweiten Qualifying legte der RidersMotorcycles.com BMW Pilot dann nach: Mit einer Zeit von 2:24.659 Minuten sicherte sich Jessopp die Poleposition. Rutter qualifizierte sich für Startplatz zwei und Hickman für die siebte Position.

Atemberaubender Kampf an der Spitze

Als die Startampeln ausgingen, lieferte der Guia Circuit die Kulisse für eine atemberaubende Jagd durch die Leitplanken. Rutter schoss sofort an Jessopp vorbei in Führung. Von Startplatz sieben aus katapultierte sich Vorjahressieger Hickman nach vorn und nahm die Verfolgung der Führenden auf. In Runde sieben ging Jessopp in der langgezogenen Mandarin-Kurve an Rutter vorbei in Führung, doch schon in der nächsten Ecke, in der 90-Grad-Rechtskurve Lisboa, konterte Routinier Rutter. Diese Kurve sollte im weiteren Verlauf des Rennens noch häufiger eine Rolle spielen.

Jessopp setzte alles daran, endlich seinen ersten Macau-Sieg zu holen. Im achten Umlauf startete er in der Lisboa erneut ein Manöver gegen Rutter, und dieses Mal gelang es ihm, die Führung zu behalten. Er versuchte, seinen Verfolgern davon zu ziehen, doch Rutter und auch Hickman blieben ihm dicht im Nacken.

In Runde zehn von zwölf erreichte der Dreikampf der BMW Racer einen seiner Höhepunkte – und den Zuschauern stockte der Atem. In der Anfahrt zur Lisboa gingen Rutter und Hickman rechts und links an Jessopp vorbei. Rutter führte nun wieder, und Hickman war Zweiter. Jessopp war durch das Doppelmanöver seiner BMW Markenkollegen auf den dritten Rang zurückgefallen – und im Eifer des Gefechts, eingangs der Lisboa, geriet Jessopp aus Versehen in den Leerlauf. Dadurch verlor er wertvolle Zeit, bevor er die Jagd nach vorne wieder antreten konnte.

Unterdessen lauerte Hickman auf seine Chance, am Führenden Rutter vorbeizugehen. Die bot sich erneut in der Lisbao. Hickman setzte sich an die Spitze und kam nach zwölf packenden Runden mit einem Vorsprung von 0,533 Sekunden als Sieger ins Ziel. Sein Bathams/SMT Racing Teamkollege Rutter holte Rang zwei, nur 0,122 Sekunden vor Jessopp.

Hickman: Zwei Starts, zwei Siege

„Das war eines der härtesten Rennen meines Lebens“, sagte Hickman. „Mein Einsatzbike habe ich am Donnerstagmorgen zum ersten Mal gesehen, und das letzte Mal, dass ich eine BMW gefahren bin, war vor einem Jahr. Von daher war es eine steile Lernkurve, aber wir haben es geschafft. Dieses Team zusammenzustellen und zwei von uns auf das Podium zu bringen, war eine sensationelle Leistung von allen Beteiligten. Ich bin einfach überglücklich, hier wieder gewonnen zu haben.“

Das Besondere: Hickman ist nun bereits zweifacher Macau-Sieger, obwohl er das legendäre Rennen erst zwei Mal bestritten hat. Bei seinem Debüt 2014 stürzte er im Qualifying und konnte im eigentlichen Rennen nicht antreten. 2015 holte er dann auf der BMW S 1000 RR seinen ersten Sieg, den er jetzt wiederholte.

Rutter bilanzierte: „Es war vom Start weg ein klasse Rennen, und ich habe bis ins Ziel alles gegeben. In der letzten Runde war ich ausgangs der Mandarin direkt hinter Peter. Aber das Bike war etwas zu unruhig, und ich habe zwar daran gedacht, in der Lisboa reinzustechen, wollte dann aber nicht riskieren, uns beide in den Notausgang zu schicken.“

Jessopps Aufholjagd brachte ihn noch einmal ganz dicht an Rutter heran, doch er fand keinen Weg mehr vorbei. Der Drittplatzierte schilderte nach dem Rennen, was ihm in der Lisboa passiert war: „Als ich am Kurveneingang schalten wollte, ging einfach kein Gang rein. Ich habe versucht runter zu schalten, rauf zu schalten – nichts. Also bin ich ohne zu bremsen in die Kurve gerutscht, was ziemlich scary war. Ich bin dann zur Seite gefahren, und als ich langsamer wurde, ging es wieder. Ich habe in der letzten Runde wirklich alles gegeben, aber ich war einfach nicht gut genug. Es ist hart, aber es gibt keine Ausreden. Ich glaube, sie hätten mich eh überholt.“

Hinter dem erfolgreichen Trio kamen noch drei weitere BMW Piloten innerhalb der Top-10 ins Ziel: Stuart Easton, der Teamkollege von Hickman und Rutter bei Bathams/SMT Racing, wurde Sechster. Ian Hutchinson, der mit der Tyco BMW S 1000 RR an den Start ging, belegte den achten Rang, und Dan Cooper (Dan Cooper Racing/CMS) holte Rang zehn.

Atemberaubende Impressionen der Jagd durch die Straßen von Macau finden Sie auch auf unseren Facebook-Kanal (Link: siehe unten)

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